18.12.2013 von Marlies Gruber

EFSA-Bewertung für Aspartam abgeschlossen – Aspartam ist sicher

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Risikobewertung zu Aspartam abgeschlossen. Sie kommt zu dem Schluss, dass bei der derzeitigen Aufnahmemenge Aspartam für den menschlichen Verzehr unbedenklich ist.

Bei der Bewertung wurden alle verfügbaren Informationen berücksichtigt und analysiert. Die Auswertungen der Tier- und Humanstudien ergaben, dass ein potentielles Risiko einer Erbgutschädigung oder Krebsentstehung durch Aspartam ausgeschlossen werden kann. Weiters werden weder das Gehirn noch das Nervensystem geschädigt; ebenso wenig sind Auswirkungen auf das Verhalten oder kognitive Funktionen feststellbar. Das gilt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

Die derzeit zulässige tägliche Aufnahmemenge (Acceptable Daily Intake - ADI) von 40 mg/kg Körpergewicht/Tag wurde bestätigt. Der ADI-Wert gibt jene Dosis an, die bei täglicher und hoher Aufnahme für Menschen völlig unbedenklich ist. Ein Beispiel: Ein 60 kg schwerer Mensch kann demnach ein Leben lang pro Tag 2,4 Gramm Aspartam zu sich nehmen, ohne den Grenzwert zu überschreiten. Das entspricht einem Konsum von rund zwölf Dosen eines Light-Getränks à 0,33 Liter. Einzig Menschen mit der sehr seltenen Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie (PKU) müssen darauf achten, kein Aspartam aufzunehmen. Denn das Süßungsmittel wird im Körper zur Aminosäure Phenylalanin abgebaut, die aufgrund der Erkrankung zu gesundheitlichen Schäden führt.

Weiter Abbauprodukte sind Methanol und Asparaginsäure. Methanol wird auch vom Körper selbst produziert und kommt in geringen Mengen in vielen Lebensmitteln wie etwa Früchten oder Gemüsesäften vor. Methanol ist in hohen Dosen giftig, etwa in selbstgebrannten Spirituosen, wenn der Vorlauf nicht oder nicht ausreichend abgetrennt wurde. Das über Aspartam aufgenommene Methanol macht den EFSA-Experten zufolge nur einen geringen Teil der Gesamtexposition aus.

Asparaginsäure ist wie Phenylalanin eine Aminosäure und kommt natürlicherweise in eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Getreide- oder Milchprodukten und Fleisch vor. Sie kann vom Körper zu Glutamat umgewandelt werden, das als Neurotransmitter wirkt und in äußerst hohen Konzentrationen das Nervensystem beeinträchtigen kann. In Zusammenhang mit Aspartam sehen die EFSA-Experten keine Sicherheitsbedenken.

Mehr zum Thema:

www.aspartam.at
Die Pressemeldung der EFSA
f.eh-Dialog: Wie süß ist die Zukunft?


Literatur

EFSA - Pressemitteilung vom 10. Dezember 2013: EFSA schließt vollständige Risikobewertung zu Aspartam ab und kommt zu dem Schluss, dass es in den derzeitigen Expositionsmengen sicher ist. http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/131210.htm [Zugriff am 16.12.2013].

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