17.04.2014 von Nina Grötschl

Essstörungen - kompetente Hilfe gefragt!

Wenn der Verdacht besteht, dass ein Freund oder Verwandter an einer Essstörung leidet, ist dies keine leichte Situation. Wie tritt man an die Person heran, welche Fehler sind zu vermeiden, was ist zu tun?

Vorrangigstes Behandlungsziel bei Essstörungen ist eine Wiederherstellung normalen Essverhaltens. Der wichtigste Schritt dazu ist die Krankheitseinsicht der Betroffenen. Denn ohne ihre Zustimmung wird keine Therapie greifen. Wesentlich ist, den Betroffenen aufzuzeigen, dass sie an einer Krankheit leiden, gegen die man etwas tun kann.

Das Frauen-Eltern-Mädchen-Zentrum der Stadt Wien (FEM) gibt folgende Tipps:

  • Sprechen Sie die Betroffenen nur an, wenn Sie echtes Interesse haben, keinesfalls nur aus Pflichtgefühl heraus.
  • Wichtig ist, die Betroffenen alleine und direkt anzusprechen, nachdem Sie die Gesprächssituation sorgfältig vorbereitet haben.
  • Konfrontieren Sie die Betroffenen mit Ihren konkreten Beobachtungen in der "Ich-Form", vermeiden Sie abwertende Bemerkungen.
  • Zeigen Sie Verständnis, ohne die Essstörung gutzuheißen. Zeigen Sie, dass Sie sich Sorgen machen, Angst, Ärger, Hilflosigkeit 
     spüren, ohne dabei verletzend zu werden.
  • Man muss damit rechnen, dass die Betroffenen im ersten Gespräch alles abstreiten. Es ist daher sinnvoll in regelmäßigen Abständen
     Gespräche anzubieten.
  • Geben Sie den Betroffenen Zeit, sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass da jemand ist, der ihre Essstörung bemerkt hat
     und ehrliches Interesse daran hat zu helfen. Nachdem die anfängliche Scham überwunden wurde, ist es oft eine große Erleichterung,
     mit jemandem über das Problem sprechen zu können.
  • Vermeiden Sie, eine Kontrollfunktion oder Therapeutenrolle einzunehmen. Besser ist es, sie auf externe Einrichtungen und Fachleute
     aufmerksam zu machen und sie bei der Suche nach professioneller Hilfe zu unterstützen.

Als Hilfestellung haben wir einige Anlaufstellen für weiterführende Informationen und Beratungseinrichtungen recherchiert. Zum Downloaden der Liste klicken Sie hier.

Im Wiener sowhat Beratungs- und Informationszentrum finden monatlich Informationsabende statt. Das interdisziplinäre Team aus Psychotherapeuten, Ärzten und Psychologen stellt dabei das Behandlungsangebot vor und die Gäste haben die Möglichkeit, unverbindlich "auf Tuchfühlung" mit den Betreuern zu gehen.

Die Hotline für Essstörungen der Wiener Gesundheitsförderung berät Betroffene sowie Angehörige unter hilfe@essstoerungshotline.at oder 0800/20 112-0.

Literatur

Frauen-Eltern-Mädchen-Zentrum (FEM): http://www.fem.at/FEM/fem.htm (Zugriff am 17.04.2014).

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