26.05.2014

Lebensmittelbevorratung versus "Hamsterkauf"

In der Vergangenheit zählte ein adäquater Lebensmittelvorrat in jedem Haushalt zur Selbstverständlichkeit. Verschiedenste Krisensituationen können zu Versorgungsengpässen führen, in denen man auf seine eigenen "Lebensmittelreserven" angewiesen ist. Ein rechtzeitig angelegter Vorrat schafft Sicherheit und hilft "panikartige" unüberlegte Hamsterkäufe zu vermeiden.

Da man beinah zu jeder Tages- und Nachtzeit Lebensmittel erwerben kann, ist man heutzutage davon abgekommen, Lebensmittel zu lagern. Der Niederösterreichische Zivilschutzverband empfiehlt jedoch, den eigenen Haushalt krisenfest zu halten. Unvorhergesehene Notsituationen durch beispielsweise extreme Wetterereignisse können die Bewohner dazu zwingen, im Haus zu bleiben. Neben Hygieneartikeln, Verbandsstoffen und Schutzbekleidung gegen Kälte sind Nahrungsmittel ein zentraler Punkt.

Wichtig ist bei der Bevorratung an alle Haushaltsmitglieder zu denken: Patienten brauchen nicht nur Medikamente, sondern oft auch Diät, Säuglinge Babykost etc. Um in Notfällen einer Mangelerscheinung vorzubeugen, sollte ein Haushaltsvorrat Grundnahrungsmittel (ca. 2000 kcal pro Tag) und andere leicht lagerbare sowie gut haltbare Lebensmittel für den Zeitraum von zwei Wochen enthalten. Ein Notvorrat sollte langsam angesammelt und immer wieder erneuert und kontrolliert werden.

Lebensmittel, die in keiner Vorratskammer fehlen sollten:

  • Gut haltbare kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Honig, Zucker, Reis, Teigwaren, Haferflocken, Zwieback und verpacktes Brot
  • Eiweißhaltige Lebensmittel wie Haltbarmilch, Schmelzkäse, Dosenfische, Dosenfleisch, Dauerwurst und getrocknete Hülsenfrüchte
  • Speisefett, Speiseöl, Margarine oder Butter; Öle und Fette sind allerdings nur begrenzt lagerfähig. Speiseöl bis zu 9 Monate, Margarine 12 Monate, Butter nur 3-4 Wochen.

Je nach Geschmack können Sie Ihren Lebensmittelvorrat mit Dosengemüse, Fertiggerichten, Gewürzen, Kartoffelprodukten, Nüssen, Schokolade, Dauerbackwaren und Löskaffee bereichern.

Zu beachten ist, dass der Mensch relativ lange ohne Nahrung aber nur wenige Tage ohne Wasser auskommen kann. Die adäquate Versorgung mit Trinkwasser ist demnach lebenswichtig. Ein besonders wichtiger Teil eines Vorrates sind daher Wasser und andere Getränke und zwar mindestens 1,5 Liter pro Person und Tag. Empfehlenswert ist aufgrund der langen Haltbarkeit ein Vorrat an kohlensäurehältigem Mineralwasser. Es besteht auch die Möglichkeit Wasser in geeigneten Behältern zu bevorraten. Zur Entkeimung und Haltbarmachung von klarem Wasser gibt es chemische Präparate. Wasservorräte werden damit bis zu sechs Monate haltbar. Fruchtsäfte in Karton-Verpackung haben den Vorteil einer besonders platzsparenden Unterbringung.

Grundvorrat pro Person für zwei Wochen (Beispiel)

Zucker 1 kg

Mehl

1 kg

Reis

1 kg

Teigwaren

1/2 kg

Brot (vakuumverpackt)

1 kg

Knäckebrot

1/2 kg

Semmelwürfel

1 Pkt.

Kartoffelpüree

1 Pkt.

Packerlsuppe

2 Pkt.

Dosensuppe

2 x 1/2 kg Dosen

Gemüsekonserven

3 x 1/2 kg Dosen

Hülsenfrüchte

1 x 1/2 kg Dose

Div. Fleischkonserven (Gulasch, Frankfurter etc.)

10 x 1/2 kg Dosen

Champignons

1 Dose

Dosenaufstrich

2 Dosen

Fischkonserven

2 Dosen

Kartoffeln

2 kg

Salate

2 Gläser

Kondensmilch

1 Tube

Haltbarmilch

2 x 1/2 l

Streichfett

250 g

Speiseöl

1/2 l

Schmelzkäse

1 Pkt. (6 Stück)

Eier

10 Stk.

Marmelade (Honig)

1 Glas

Fruchtsaft

1/2 l

Kaffee, Kakao, Tee, Gewürze

nach Bedarf

Mineralwasser

21 l

Bitte beachten Sie, die auf dem jeweiligen Produkt angegebene Haltbarkeit.



Literatur

Niederösterreichischer Zivilschutzverband: Lebensmittelvorrat. URL: http://www.noezsv.at/noe/pages/startseite/zivilschutz-themen-a---z/krisenfester-haushalt/lebensmittelvorrat.php (Zugriff am 26.03.2014).

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