22.01.2019

Medien, Essen und Bewegung

Die neuen Medien sind stets verfügbar, nahezu unendlich und kaum kontrollierbar. Ohne Frage stellen die digitalen Medien mit ihrer Omnipräsenz und Konvergenz Eltern und Erzieher vor große Herausforderungen. Schließlich beeinflussen sie Ess- und Bewegungsmuster. Was können Eltern tun, um eine gesundheitsförderliche Lebenswelt für Kinder zu schaffen?

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, gerade deshalb sind Eltern in allen Bereichen starke Vorbilder. Wie Kinder mit Medien umgehen, wie viel sie sich bewegen und welche Essmuster sie entwickeln, hängt zu einem großen Teil davon ab, was ihnen vorgelebt wird. Eltern sind daher vermehrt zu unterstützen, ihre Vorbildrolle zu übernehmen und ein gesundes Ess-, Bewegungs- und Medienverhalten zu vermitteln.
Lesen Sie in den folgenden 10 Tipps, wie Sie eine gesundheitsfördernde Umwelt für ihre Kinder schaffen können.

10 Praxistipps für Eltern:

  1. Machen Sie Bewegungsangebote attraktiv: Statt Smartphone, Tablet oder Fernsehen muss es nicht immer Sport per se sein. Es geht darum, den naturgegebenen Bewegungsdrang von Kindern wieder zu wecken. Kinder dürfen auch bei Regen ins Freie, dürfen in Pfützen hüpfen, und sie dürfen dabei ruhig schmutzig werden!
  2. Regeln für die ganze Familie: Einigen Sie sich auf eine täglich begrenzte Fernseh- und Bildschirmzeit für Kinder und Eltern, wobei die Nutzungszeiten von Kindern und Eltern differieren können.
  3. Gehen Sie als Vorbild voran: Kinder lernen am Modell, also u. a. daran, was Sie ihnen vorleben und zeigen. Das gilt für den Medienkonsum ebenso wie fürs Essen. Schalten Sie bewusst Medien im Alltag aus oder legen Sie das Handy weg. Nehmen Sie etwa selbst kleinere Portionen auf Ihren Teller, greifen Sie öfter zu Obst und Gemüse, essen Sie langsam, lassen Sie sich das Essen schmecken und genießen Sie.  
  4. Lenken Sie ab: Ablenkung nach dem Fernseh- und Medienkonsum verhindert, dass Kinder im Anschluss daran snacken.
  5. Regen Sie zu Diskussionen an: Was heißt Werbung? Wie erkenne ich Werbung? Was will Werbung? Und wie geht man damit um?
  6. Essen Sie gemeinsam: Ermöglichen Sie so oft es geht, gemeinsame familiäre Mahlzeiten. Diese wirken nachweislich in Richtung eines gesunden Essverhaltens der Kinder.
  7. Dimmen Sie das Licht: Bei greller Beleuchtung während der Mahlzeit isst man schneller, dies wiederum führt dazu, dass mehr gegessen wird, als für die Sättigung nötig ist.  
  8. Informieren Sie sich: Wenn Sie selbst den Nährwertgehalt von Lebensmitteln besser einschätzen können oder um die Bedeutung von Genuss beim Essen wissen, können Sie damit aktiv ihre Kinder im Sinne einer gesunden Ernährungsweise unterstützen.
  9. Unterstützen Sie, anstatt zu verbieten: Einzelne Lebensmittel zu verbieten, führt erst recht dazu, dass der Wunsch danach steigt. Legen Sie den Fokus dagegen eher auf solche, die ihre Kinder vermehrt essen sollten. Am besten ohne ausdrückliche Hinweise oder Gebote, sondern eher „nebenbei“ – stellen Sie bspw. Schüsseln mit vorgeschnittenem Obst und Gemüse auf den Tisch, sozusagen „Gutes zur freien Entnahme“.
  10. Geplanter Einkauf: Planen Sie Ihre Lebensmitteleinkäufe gemeinsam mit der Familie und lassen Sie Ihren Kindern Entscheidungsfreiheit bei ausgewählten Lebensmitteln.

 

Das Thema Medien, Werbung und Verbote wurde beim diesjährigen f.eh Dialog diskutiert. Erfahren Sie hier mehr über die Veranstaltung und die Inhalte der einzelnen Vorträge.

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