Low Fat-Diäten

Low-Fat-Diäten zeichnen sich, wie der Name bereits vermuten lässt, durch eine Reduktion des Fettanteils aus. Während in der üblichen Ernährung ein Fettanteil von bis zu 30 % der Kalorienzufuhr empfohlen wird, ist dieser bei Low-Fat-Diäten auf 10–30 % verringert. Angesichts der deutlich erhöhten Fettzufuhr in der westlichen Durchschnittskost kann dies ein durchaus sinnvolles Konzept zur Gewichtsreduktion sein.

 

Durchschnittskost zu fettreich

Übergewicht wird in Industrieländern häufig dem zu hohen Konsum fettreicher Lebensmittel zugeschrieben. So empfehlen die Ernährungsgesellschaften, zum Gewichtserhalt, pro Tag nicht mehr als 60–70 g Fett aufzunehmen, während die tatsächliche Zufuhr hierzulande bei rund 100 g liegt. Fett liefert pro Gramm rund 9 kcal, während Eiweiß und Kohlenhydrate etwa 4 kcal pro Gramm enthalten. Somit kann durch die Verringerung der Fettaufnahme die Kalorienzufuhr recht effizient reduziert werden. Entscheidend für den Erfolg einer Gewichtsreduktion ist letzten Endes jedoch immer die Gesamtkalorienzufuhr. Liegt diese unter dem Kalorienverbrauch, werden damit mit der Zeit das Gewicht verringert bzw. Fettreserven abgebaut. Letztlich sollten nicht einzelne Lebensmittel „low fat“ sein, sondern die Ernährung insgesamt.

 

Fett wesentlichster Kalorienlieferant

Wie erfolgreich eine fettreduzierte Diät sein wird, hängt nicht nur von der Fettreduktion ab, sondern von der insgesamt aufgenommenen Kalorienmenge. Ein hohes Körpergewicht ist nicht automatisch durch einen hohen Fettanteil in der Nahrung bedingt. Dennoch ist Fett ein wesentlicher Energielieferant in der Ernährung. Dies bestätigt auch die 2015 veröffentlichte „Leitlinie für die Fettzufuhr“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): Um das Risiko für Adipositas zu senken, sollte nicht zu viel Fett verzehrt werden.

 

Fettreduktion sinnvoll

Denn Fett ist jener Nährstoff mit der höchsten Energiedichte und trägt bei unkontrollierter Gesamtzufuhr leicht zu einer zu hohen Kalorienzufuhr bei. Die Sättigung wird in erster Linie durch das Volumen und nicht durch den Energiegehalt der Lebensmittel gesteuert. Erst bei gleichem Volumen hängt das Sättigungsgefühl von der Kaloriendichte ab. Da Fett der Nährstoff mit der höchsten Kaloriendichte ist, ist es empfehlenswert für die Gewichtsabnahme den Fettgehalt der Nahrung zu reduzieren. Fett ist zudem ein wesentlicher Geschmacksträger in der Ernährung. Fettreiche Lebensmittel können deshalb zu einem höheren Verzehr aufgrund der Schmackhaftigkeit der Speisen führen.

Vorteile einer fettreduzierten Diät sind die meist damit einhergehende geringere Zufuhr von gesättigten Fetten und Cholesterin. Dadurch wird das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt. Eine „Fettphobie“ ist jedoch ungerechtfertigt. Der Körper benötigt eine gewisse Menge Fett in der Nahrung, damit fettlösliche Vitamine aufgenommen werden können und sein Bedarf an ungesättigten Fettsäuren gedeckt werden kann.

 

PLUS

  • Fokus auf Fettreduktion wirkt der durchschnittlich zu fettreichen Kost entgegen
  • keine Radikaldiät     
  • Schwerpunkt liegt auf langfristiger Ernährungsumstellung

MINUS

  • zu radikale Fettreduktion kann die Versorgung mit fettlöslichen Vitaminen und essenziellen Fettsäuren gefährden

 

 

Literatur

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Leitlinie „Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten, 2. Version (2015).

Schusdziarra V: Adipositas – Moderne Konzepte für ein Langzeitproblem. UNI-MED Verlag, Bremen (2003)

 

MYTHOS ODER WAHRHEIT?

Essen am Abend macht dick. Stimmt diese althergebrachte "Weisheit" oder handelt es sich dabei um eine Mär?

Aktuelle Buchvorstellungen

NEU Aufgedeckt. Gerüchteküche und Ernährungsmythen

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

LESEN ALLE BUCHTIPPS ANSEHEN

Für Kinder mit Zöliakie kochen!

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

LESEN ALLE BUCHTIPPS ANSEHEN

Wenn das Spiegelbild ein Eigenleben führt

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

LESEN ALLE BUCHTIPPS ANSEHEN

NEU Ins Leben starten

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

LESEN ALLE BUCHTIPPS ANSEHEN

Das Viva-Mayr Kochbuch

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

LESEN ALLE BUCHTIPPS ANSEHEN

Die Molekülchen Küche-Experimente für Nachwuchs-Köche

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

LESEN ALLE BUCHTIPPS ANSEHEN