Kulinarische Intelligenz - Genuss ist Lebensqualität

1. f.eh-SymposiumKulinarische Intelligenz
Genuss ist Lebensqualität

Rückblick

Tagungsrückblick

Essen Sie noch oder genießen Sie schon? Theoretische Einblicke in die Genussforschung und Wege zu mehr Genuss in der Praxis bot das Symposium des forum. ernährung heute „Kulinarische Intelligenz - Genuss ist Lebensqualität" am 4. März 2010.

 

Wie wichtig Genießen für die Lebensqualität und die Gesundheit ist, wird auch in der Wissenschaft immer deutlicher. Schließlich ist Gesundheit nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen, sondern ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens. Und hier spielt das „Genießen-Können" eine zentrale Rolle: Genießen hebt die Stimmung, erhöht die Wahrnehmung und die Produktivität. Dadurch schafft sich der Genießer mehr Lebensqualität - er ist emotional ausgeglichener, leistungsstärker und stressresistenter.

Für einen Tag widmeten sich österreichische und deutsche Experten in Vorträgen, Workshops und Diskussionen dem Genuss und seiner Bedeutung für Gesundheit und Lebensqualität. Rund 150 Teilnehmer folgten den Ausführungen von Dr. Rainer Lutz, Univ.-Prof. Dr. Jürgen König, Mag. Marlies Gruber, Mag. Hanni Rützler und Univ.-Prof. Dr. Ines Heindl sowie weiteren renommierten Genuss-Experten zu den beiden Schwerpunktthemen „Genussforschung und Gesundheit" sowie „Genießen: Eine Kulturtechnik". Das Ergebnis: Aktuelle Insights in die Genuss-Forschung und Handlungsanleitungen für ein genussorientiertes Leben.
Dr. Rainer Lutz von der Universität Marburg konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die Bedeutung des Genießens im Bereich der Gesundheitsförderung und stellte das Gruppentherapieprogramm „Kleine Schule des Genießens" vor, das vor allem die Bedeutung der Genussfähigkeit für den Bereich der seelischen Gesundheit illustriert.
 In ihren zusammenfassenden Ausführungen zum Österreichischen Genussbarometer erläuterten Univ.-Prof. Dr. Jürgen König (Universität Wien) und Mag. Marlies Gruber, dass Genießen und ein gesundes Essverhalten Hand in Hand gehen: Ohne die Fähigkeit zu genießen ist es schwierig, „gesund" - im Sinne von abwechslungsreich, maßvoll und in Ruhe - zu essen und Normalgewicht zu erreichen und/oder zu halten.
Mag. Hanni Rützler (futurefoodstudio) plädierte in ihrem Vortrag „Der Sinn unserer Sinne - heute, gestern, morgen" für die Wiederentdeckung und Förderung des sinnlichen Erlebens im Allgemeinen und der Aktivierung des Geschmackssinnes im Besonderen, um die eigene Genussfähigkeit besonders effizient zu fördern. Denn nur ein freies und dennoch differenziertes Genussverhalten macht die menschlichen Sinne fit für eine gesunde Zukunft.
Eine ganz entscheidende Bedeutung für die Entwicklung der Genussfähigkeit und der kulinarischen Kompetenz maß Univ.-Prof. Dr. Ines Heindl (Universität Flensburg) der schulischen Ernährungsbildung bei. In der Schule kann das Essenlernen geübt und damit ein positives Körpergefühl erlernt sowie die Entwicklung der angeborenen Sinnesfähigkeiten gefördert werden. Diese Elemente sind als Basis für ein gesundes Ernährungs- und Verpflegungskonzept in Schulen zu sehen.

Vielfältige aktive Genussmomente standen am Nachmittag im Mittelpunkt: ‚Physik beim Kochen', das ‚Spiel mit den Geschmacksknospen', das ‚Auskosten der Zeit', ‚Lust auf vielfältigen Genuss' und ‚Jugend lernt genießen' waren die Themen der Workshops und Vorträge. Ein ‚Parcours durch die Geschmackswelten' rundete das Gesamt-Genusserlebnis ab.

Programm

Programm als pdf

09.00-09.10 Uhr

Begrüßung

Genießer haben mehr vom Leben

Dr. Christopher Mayr, Obmann des
forum. ernährung heute, f.eh

09.10-10.40 Uhr 

Block I, Genussforschung & Gesundheit


_Bedeutung des Genießens in der
Gesundheitsförderung

Dr. Rainer Lutz, Uni Marburg

 

_Erstes Österreichisches Genussbarometer

Univ.-Prof. Dr. Jürgen König, Uni Wien
Mag. Marlies Gruber, f.eh

10.40-11.10 Uhr

Pause

11.10-12.40 Uhr

Block II, Genießen: Eine Kulturtechnik


_Der Sinn unserer Sinne – gestern, heute
und morgen

Mag. Hanni Rützler, futurfoodstudio, Wien

 

_Schulische Ernährungsbildung und
kulinarische Kompetenz

Univ.-Prof. Dr. Ines Heindl, PH Flensburg

12.40-14.10 Uhr

Mittagspause

14.10-15.30 Uhr

Workshops I (Parallel)


_Ein Parcours durch Geschmackswelten -
Präzises Wahrnehmen und dafür Worte finden (f.eh)



_Jugend lernt genießen ...

Dr. Rikki Lasser-Ginstl, xundessen, Wien
Mag. Andrea Lehner, give Servicestelle Wien

 

_Das Spiel mit den Geschmacksknospen

Mag. Hanni Rützler, futurfoodstudio, Wien

 

_Kosten Sie Ihre Zeit aus!

Peter Gall MdO, Metacom, Stetten

15.30-16.00 Uhr

Pause

16.00-17.20 Uhr

Workshops II (Parallel)


_Ein Parcours durch Geschmackswelten -
Präzises Wahrnehmen und dafür Worte finden (f.eh)



_Physik beim Kochen


Mag. Werner Gruber,
Universität Wien 

 

_Lust auf Genuss durch Vielfalt statt Einfalt

Univ.-Prof. Dr. Emmerich Berghofer, BOKU Wien

17.30-18.00 Uhr

Round Table

Unterlagen

Die Bedeutung des Genießens in der Gesundheitsförderung

Dr. Rainer Lutz, Uni Marburg
Abstract


Erstes Österreichisches Genussbarometer

Univ.-Prof. Dr. Jürgen König, Uni Wien & Mag. Marlies Gruber, f.eh
Abstract
Präsentation

                                        

Der Sinn unserer Sinne – gestern, heute und morgen

Mag. Hanni Rützler, futurfoodstudio, Wien
Abstract
                        

Schulische Ernährungsbildung und kulinarische Kompetenz

Univ.-Prof. Dr. Ines Heindl, PH Flensburg
Abstract
Präsentation

                                         

Lust auf Genuss durch Vielfalt statt Einfalt

Univ.-Prof. Dr. Emmerich Berghofer, BOKU Wien
Präsentation

Medienecho

Aus dem Medienecho
Kronen Zeitung 6. März 2010

„Geben Sie verkümmerten Geschmacksnerven wieder mehr zu tun! Schlechtes Gewissen hemmt Lebensfreude“

Fotogalerie
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