2_2019, Zeitalter Plastik

2_2019 Zeitalter Plastik

Im Fokus

„Plastik ist das Material des 21. Jahrhunderts, aber es ist auch das Problem des 21. Jahrhunderts.“ [Benjamin Bongardt]

Ist Plastik wirklich so zu dämonisieren, wie es den Anschein hat? Die mediale Erregung über Plastik ist groß, in erster Linie befeuert von Umweltorganisationen. Und die Politik hat reagiert, mitunter zwar symbolisch, aber um maximale Aufmerksamkeit bemüht. Dass das „Aus für das Plastiksackerl“ über die Medien am Tag vor der Weltklimakonferenz in Kattowitz verkündet wurde, mag kein Zufall sein. Dass man just ein Produkt wählte, dessen Ökobilanz meistens besser ist als Alternativen wie Papier und Baumwolle, fällt in die Kategorie freundlich formulierter Verwunderung. Papiertüten müssen etwa dreimal so oft genützt werden wie Plastiksackerln, Baumwollsackerln rentieren sich ökologisch erst ab über 50 bis 130 Einsätzen. Das ist grundsätzlich zu schaffen. Nur: Wer hat nicht eine Schublade voller Give-away-Baumwollsackerln zuhause? Die reichen für mehrere Leben.


Auch das Plastik, das bereits im Umlauf ist, geht über die Zeitspanne eines menschlichen Lebens hinaus. Die größte Stärke von Kunststoff ist zugleich seine größte Schwäche: die Langlebigkeit. Weil es sich um ein künstliches Produkt handelt, sollte es nicht in hohen Mengen ins Ökosystem eingetragen werden. Doch sollen wir uns über das Material mokieren oder vielmehr über unseren Umgang damit? Sinnvolle Alternativen zu Plastikverpackungen sehen Experten derzeit noch nicht. Ebenso fehlen plausible Begründungen für Verbote. Fachleute warnen davor, Plastik voreilig zu verteufeln und vermeintlichen Lösungen Vorschub zu leisten. Statt mit Bildern von Plastikinseln in den Weltmeeren und verschmutzten Stränden Hysterie zu verbreiten, lohnen sich Engagements, die richtige Entsorgung und Ressourcenschonung fördern. Kreislaufdenken statt Littering und Linearität. [mg]

Inhalt

Fokus: Seite 04-06, Autorin: Marlies Gruber

Sammeln, trennen, recyclen!

Etwa 100 000 t Kunststoff werden derzeit in Österreich jährlich gesammelt und recycelt. Das ist rund jede dritte Kunststoffverpackung, und bis 2025 muss jede zweite wiederverwertet werden. Doch dieses EU-Recyclingziel stellt viele vor gewaltige Herausforderungen: die Wirtschaft ebenso wie Städte und Gemeinden, Behörden genauso wie Bürger.

Fokus: Seite 07-08, Autorin: Marlies Gruber

Wir brauchen ein Optimum und kein Maximum

Sammeln ist das eine, Wiederverwerten das andere. Wir haben bei ARA-Vorstand Christoph Scharff nachgefragt.

Fokus: Seite 09-11, Autor: Thomas Fischer

EU-weit geregelt: Einwegkunststoff

Die in den vergangenen Monaten sehr öffentlichkeitswirksam diskutierte Einwegkunststoff-Richtlinie wurde nach der finalen Beschlussfassung durch das EU-Parlament und den EU-Rat am 12. Juni 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Nun gilt es, die Bestimmungen bis 3. Juli 2021 in nationales Recht umzusetzen.

Fokus: Seite 12-15, Autor: Roland Fehringer

Ökobilanz von Getränkeverpackungen:
Fakten und Mythen

Verpackungen sind ein beliebter Sündenbock. Sie sind schlecht für unser Klima, verschmutzen die Landschaft und die Weltmeere. Aber die Industrie zwingt uns, Verpackungen mitzukaufen, obwohl wir das gar nicht wollen. Eine nähere Betrachtung zeigt, dass das Thema hochkomplex ist: Umweltauswirkungen im Wandel der Zeit!

Fokus: Seite 16-17

Zahlen und Daten rund um Plastik

Fokus: Seite 18-19, Autorin: Bettina Liebmann

Mikroplastik im Menschen

Eine 2018 beim weltgrößten Gastroenterologen-Kongress in Wien präsentierte Pilotstudie sorgte für große Aufmerksamkeit, auch international. Grund dafür: Bei den acht Teilnehmern wurde Mikroplastik im Stuhl gefunden. Der erstmalige Nachweis gilt zwar als Meilenstein, viele Herausforderungen bleiben jedoch bestehen.

Lebensmittel: Seite 20-21, Autorin: Theres Rathmanner

Neuer Stern in der Milchstraße?

Früher war alles besser. Jedenfalls die Milch. Als die Vorfahren unserer Kühe noch keine Genmutation hatten und Milch besser verträglich war. Die Rückbesinnung auf diese A2-Milch macht jetzt alles wieder gut. Oder sitzen wir dem nächsten Marketing-Schmäh auf?

Serie: Geschmack! Teil 2: Seite 22-23, Autorin: Eva Derndorfer

SALZIG.

Salz brauchen wir, wenn wir im Sommer schwitzen. Aber auch in der kalten Jahreszeit wären viele Speisen ungesalzen langweilig. Salz kann jedoch mehr als salzig schmecken. Und die wahrgenommene Salzgeschmacksintensität wird nicht nur von Salz beeinflusst. Ein Einblick in die sensorische Dimension SALZIG.

 

 

Literaturliste Magazin 2_2019

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Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
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Erscheinungsjahr: 2009
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Für Kinder mit Zöliakie kochen!

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Wenn das Spiegelbild ein Eigenleben führt

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Das Viva-Mayr Kochbuch

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Die Molekülchen Küche-Experimente für Nachwuchs-Köche

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
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