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Frage 1 von 12

Salz war als das sprichwörtliche weiße Gold schon immer ein wertvoller Rohstoff und der Handel damit verhalf vielen Ländern zu großem Reichtum. Weltweit werden heutzutage jährlich über 257 Mio. t Salz gefördert, aber wer ist der größte Salz-Produzent?

Lösung: d

China hat sich mittlerweile mit über 59 Mio. t Salz klar an der Spitze abgesetzt, auch wenn lange Zeit die USA der größte Salzproduzent weltweit war. Die USA bleiben allerdings weiterhin auf Rang zwei, gefolgt von Deutschland und Indien. Die weltweite Produktionsmenge an Salz belief sich 2018 auf etwa 300 Mio. t.

 

Quelle

Statista GmbH: Weltweite Produktionsmenge von Salz nach Ländern in den Jahren 2017-2018. www.statista.com (Zugriff: 14.05.2019).

Frage 2 von 12

Zu viel Salz in der Ernährung kann bei manchen Menschen den Blutdruck erhöhen, was wiederum einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Die WHO empfiehlt eine Aufnahme von 5 g Salz pro Tag. In Österreich liegt die durchschnittliche Aufnahme pro Kopf bei 6-8 g. Was ist die größte Quelle für Salz in unserer Ernährung?

Lösung: a

Etwa 80 % der täglichen Salzzufuhr stammen aus verarbeiteten Lebensmitteln. Auch wenn Fertiggerichte, wie Instantsuppen viel Salz enthalten, sind die Hauptquellen Brot und Gebäck, die mehr als ein Viertel der täglichen Salzmenge in unserer Ernährung liefern. Auch in Fleisch- und Wurstwaren und Käse sind größere Mengen Salz enthalten, wobei es innerhalb der Lebensmittelgruppen starke Unterschiede aufgrund der Herstellung gibt. Gepökelte Wurstwaren enthalten dementsprechend mehr Salz als ungepökelte und der Salzgehalt von Hartkäse ist höher als der von Frischkäse. Generell sollte der Verzehr verarbeiteter Lebensmittel reduziert und jener von unverarbeiteten Lebensmitteln, wie Obst und Gemüse gesteigert werden. Wenn man die Speisesalzzufuhr langfristig verringern möchte, ist es am besten, dies in kleinen Schritten zu tun, damit man sich an den schwächeren Salzgeschmack gewöhnen kann.

 

Quelle

Rust P, Hasenegger V, König J: Österreichischer Ernährungsbericht, Wien (2017).

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Blutdrucksenkung durch weniger Salz in Lebensmitteln. www.bfr.bund.de (Zugriff: 14.05.2019).

Frage 3 von 12

Viele Menschen in Österreich, aber auch anderen Industrieländern, nehmen mehr Salz auf als notwendig. Was passiert bei einer salzsensitiven Person?

Lösung: b

Salzsensitivität ist ein Maß dafür, wie der Blutdruck auf die Aufnahme von Salz reagiert, denn die Reaktion des Blutdrucks auf eine veränderte Speisesalzzufuhr ist nicht bei allen Menschen gleich. Ca. 30-50 % der Menschen mit Bluthochdruck und ca. 10-20 % der Menschen mit normalem Blutdruck reagieren empfindlich auf die Zufuhr von Speisesalz. Ihr Blutdruck steigt. Eine Salzreduktion kann bei ihnen hilfreich sein, einen hohen Blutdruck zu senken. Das ist bei salzresistenten Menschen nicht der Fall.

 

Quelle

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Speisesalz. www.dge.de (Zugriff: 14.05.2019).

Frage 4 von 12

Auch wenn zu viel Salz schädlich ist und enorme Mengen sogar tödlich sein können, ist Natriumchlorid ein lebenswichtiger Mineralstoff in unserem Körper. Welche Funktionen erfüllt Salz im menschlichen Körper?

Lösung: a, b, c, d

Jede einzelne Zelle des Körpers ist auf Natrium und Chlorid angewiesen, da der Austausch von Mineralstoffen und Spurenelementen durch die Zellwand durch den Unterschied in der Salzkonzentration innerhalb und außerhalb der Zelle passiert. Salz erfüllt somit zahlreiche Aufgaben im Körper: Es kontrolliert den Wasserhaushalt und Blutdruck, ist am Knochenaufbau beteiligt, aktiviert Stoffwechselvorgänge und koordiniert die Reizübertragung von Muskel- und Nervenzellen. Chlorid ist zudem bedeutender Bestandteil der Magensäure und damit notwendig für die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung.

 

Quelle

Rudolph E: Kalium, Natrium, Chlorid: Drei die einander brauchen! www.forum-ernaehrung.at (Zugriff 14.05.2019).

Frage 5 von 12

Natrium und Chlorid zählen zu den wichtigsten Elektrolyten in unserem Stoffwechsel, doch da gibt es noch einen Dritten im Bunde – das Kalium. Es ist überall dort wichtig, wo auch Natrium und Chlorid eine Rolle spielen und wirkt als natürlicher Gegenspieler. Welche Aussagen zu Kalium sind richtig?

Lösung: b, c

Natrium, Chlorid und Kalium sind untrennbar miteinander verbunden. Der Körper hat zwar viele eigene Regulationssysteme, aber stimmt das Verhältnis der Mineralstoffe zueinander nicht, hat das gesundheitliche Folgen. Wird zu viel Salz und zu wenig Kalium aufgenommen, reagiert der Körper mit Bluthochdruck bis hin zum Schlaganfall. Zusätzlich zur Salzreduktion, die nicht bei allen Menschen so große Ergebnisse liefert, hat eine hohe Kaliumzufuhr durchwegs positive Effekte. Der Verzehr von viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten hilft nämlich nicht nur bei der Blutdruckregulation, sondern führt zu einer vitamin-und ballaststoffreichen Ernährung.

 

Quelle

Rudolph E: Kalium, Natrium, Chlorid: Drei die einander brauchen! www.forum-ernaehrung.at (Zugriff 14.05.2019).

Frage 6 von 12

Weltweit existieren drei Arten von Salz: Siedesalz, Steinsalz und Meersalz. Die Namen lassen vermuten, dass diese Salze unterschiedlichen Ursprungs sind, aber wie werden Salze gewonnen?

Lösung: a, c, d

Tatsächlich unterscheidet man drei Hauptarten der Salzgewinnung. Für Siedesalz wird Sole, eine durch Grundwasser oder das Einpumpen von Wasser gewonnene Salzlösung, gefördert und anschließend das darin enthaltene Wasser verdampft. Der Unterschied zum Steinsalz-Abbau liegt in dem Vorkommen der Sole. Während sie für Siedesalz flüssig vorliegt, ist sie beim Steinsalz fest und muss wie andere Mineralien, mechanisch nach bergmännischer Art und Weise abgebaut, zerkleinert und vermahlen werden. Bei der ältesten Methode, der Gewinnung von Meersalz, verdunstet das Wasser natürlich salziger Gewässer in natürlichen Lagunen oder künstlich angelegten, flachen Becken unter Sonneneinstrahlung.

 

Quelle

Backs K, Eilks I: Salze – Eigenschaften, Herstellung, Verwendung. www.idn.uni-bremen.de (Zugriff: 15.05.2019).

Salinen Austria AG: Salz ist nicht gleich Salz. www.salinen.com (Zugriff: 15.05.2019).

Frage 7 von 12

Es gibt die unterschiedlichsten Speisesalze in den unterschiedlichsten Preisklassen, von Kristallsalz über Tafelsalz und Kräutersalz bis hin zu Fleur de Sel. Warum steht auf manchen Salzen in Österreich „jodiert“?

Lösung: c

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement und vor allem für die Funktion der Schilddrüse wichtig. Grundsätzlich wird es auf natürlichem Wege über die Ernährung aufgenommen, doch die meisten Regionen Mitteleuropas zählen zu Jodmangelgebieten. Das bedeutet, dass die landwirtschaftlich genutzten Böden dort weniger von dem wichtigen Spurenelement enthalten. Geistige Retardierung bis hin zum Kretinismus (hiervon kommt das Schimpfwort „Kretin“) und Kropfbildung aufgrund von Jodmangel waren in früheren Zeiten nicht unüblich. Um diese Folgen vorzubeugen, wird die Bevölkerung in Österreich über jodiertes Speisesalz mit Jod versorgt. Dazu werden 100 g Salz 1.500-2.000 µg Jod zugesetzt.

 

Quelle

Elmadfa I: Ernährungslehre. 3. Aufl., Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart (2015).

Frage 8 von 12

Himalaya-Salz wird als besonders wertvolles Salz im Handel und Internet beworben. Ihm werden sogar Heilkräfte, wie Senkung des Blutdrucks und Linderung von Gicht und rheumatischen Erkrankungen nachgesagt. Welche Aussagen zu eben diesem Salz sind falsch?

Lösung: b, c, d

Bisher sind keine besonderen Wirkungen durch den Verzehr von Himalaya-Salz belegt. Weder „natürliches Kristallsalz“ noch gewöhnliches, jodiertes Kochsalz verursacht eine Jodallergie, auch wenn bei überaus großen Mengen der Jodaufnahme, als ausgesprochen seltener Nebeneffekt Jod-Akne auftreten kann. Der Köper besitzt ein eigenes Puffer-System, um den Säure-Basen-Haushalt entsprechend zu regulieren, dazu ist das Trinken von Sole nicht notwendig und kein Salz steuert einen wesentlichen Beitrag zu Bedarfsdeckung anderer Mineralstoffe als Natrium und Chlorid bei. Es gibt also keinen nennenswerten Grund Himalaya-Salz dem üblichen Kochsalz vorzuziehen.

 

Quelle

Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE): Himalya-Salz: Ernährungsphysiologische Bewertung – kritische Betrachtung. www.oege.at (Zugriff: 14.05.2019).

Frage 9 von 12

Besonders in amerikanischen Rezepten ist es oftmals zu lesen: Kosher Salz, oder koscheres Salz. Nach etlichen Jahren des Erfolges in den USA schwören auch immer mehr Küchenexperten in Deutschland und Österreich auf den besonderen Geschmack und die angeblich einmaligen Eigenschaften, die damit verbunden seien. Was sind die Eigenschaften von koscherem Salz?

Lösung: b, c

Im Judentum ist, entsprechend der Thora, das Konsumieren von Blut nicht erlaubt. Deshalb legt man Fleisch in Salz ein, sodass diesem das Blut entzogen wird. Tatsächlich hat koscheres Salz seinen Namen aber nicht von seinen Eigenschaften, da Salz grundsätzlich immer koscher ist. Das grobkörnige Salz eignet sich allerdings besonders gut für das Einsalzen und damit zum „Koscher-machen“, da gewöhnliches, feines Salz sich auflösen würde und das Blut wieder ins Fleisch einziehen würde. Korrekt wäre also die Bezeichnung „koscherndes“ Salz.

 

Quelle

Salz-Kontor.de: Kosher Salz – Koscheres Salz. www.salz-kontor.de (Zugriff: 14.05.2019).

Frage 10 von 12

Salz war schon immer ein wichtiges Produkt. Ein Grundnahrungsmittel an dem man nicht sparen konnte. Salz benötigte man zum Pökeln von Fleisch und zum Backen von Brot. Eine Salzsteuer war folglich ein Mitgrund für welche Revolution?

Lösung: b

Der Begriff „Gabelle“ umfasste ursprünglich jegliche Art von Steuern in Frankreich, doch allmählich begrenzte sich die Bezeichnung auf die Salzsteuer, denn sie war eine der verhasstesten in ganz Frankreich Ende des 18. Jahrhunderts. Der König hatte das Monopol auf den Salzhandel und in der finanziellen Not zur Zeit der Revolution, erhöhte Ludwig XVI. die Steuern immer mehr und trieb mit der Gabelle seine Einnahmen in die Höhe. Das trug zum Unmut des französischen Volkes bei, der schließlich 1789 in der französischen Revolution gipfelte.

 

Quelle

Teske W: Das Salzsteuer-Gesetz. Hamburg, Berlin, Bonn (1953).

Furet F: Kritisches Wörterbuch der Französischen Revolution. Suhrkamp (1996).

Frage 11 von 12

Salz ist ein natürliches Mineral. Es kommt in riesigen Mengen als Steinsalz (Halit) in geologischen Schichten oder gelöst als Natrium- und Chloridionen in Meeren, Seen und Flüssen vor. Wo kommt Salz noch zur Anwendung, außer als Würzmittel im Essen?

Lösung: a, b, c, d, e

Salz ist für den gewerblichen und industriellen Einsatz unerlässlich. Als es gelang, die beiden Elemente Natrium und Chlorid in Solvay-Verfahren und Chloralkali-Elektrolyse zu trennen und neue Zwischenprodukte herzustellen, wurde Salz zu einem begehrten Rohstoff für die Industrie. Neben den unzähligen Einsatzmöglichkeiten von Salz in der Herstellung von Backpulver bis hin zu Aluminium wird es auch in der Landwirtschaft als Futterzusatz und im Winter als Auftausalz auf den Straßen verwendet.

 

Quelle

Teske W: Das Salzsteuer-Gesetz. Hamburg, Berlin, Bonn (1953).

Furet F: Kritisches Wörterbuch der Französischen Revolution. Suhrkamp (1996).

Frage 12 von 12

Natriumchlorid gibt es überall. Nicht nur in den Tiefen der Meere und Berge, sondern auch im Weltraum. Warum ist auch das dort vorkommende Salz für uns von Bedeutung?

Lösung: a

Tatsächlich gelangt Salz aus dem Weltraum mit Meteoriten, oder Sternschnuppen wie sie oft genannt werden, auf die Erde. Die kleinen Gesteinsbrocken verglühen Großteils in der Atmosphäre und es wird geschätzt, dass so etwa 300 kg Natrium täglich auf die Erde regnen. Nachdem 1 g Natrium = 2,54 g Kochsalz gilt, könnte man aus dieser Menge theoretisch 762 kg Kochsalz herstellen.

 

Quelle

Bach A: Kostbares Salz. www.wdr.de (Zugriff: 14.05.2019).

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