19.06.2007

"Schule bewegt. bewegte Schule" - Erfolge von 500 Gratis-Turnstunden in der Nachmittagsbetreuung

Das forum. ernährung heute zieht Bilanz über sein Pilotprojekt zur Prävention von Übergewicht bei Jugendlichen - Ergebnis: Spaß an der Bewegung Motivationsgrund Nummer 1

Das forum. ernährung heute hat mit seiner Initiative "Schule bewegt. bewegte Schule" über das Schuljahr 2006/07 die Kinder in der Nachmittagsbetreuung von neun Partnerschulen bewegt. Ergebnis: Die teilnehmenden SchülerInnen assoziieren Bewegung nach einem Jahr eindeutig mit Spaß. Die Zeitbombe Übergewicht tickt immer lauter. Jedes fünfte Kind in Österreich bringt zu viele Kilos auf die Waage. Eine der Hauptursachen ist Bewegungsmangel: Während Kinder heute kaum mehr Kalorien zu sich nehmen als noch vor 20 Jahren, hat sich ihr tägliches Bewegungspensum drastisch verringert.

"Bewegung ist die Stellschraube, die Schlüsselstelle für eine positive Befindlichkeit im Allgemeinen. Bewegung ist der Auslöser für ein gesteigertes Wohlbefinden, für gute Stimmung und verbessert nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Leistungsfähigkeit," erklärt Ingrid Kiefer, Ernährungsexpertin am Institut für Sozialmedizin der Uni Wien und Leiterin des AGES Kompetenzzentrums für Ernährung und Prävention. Die Expertin nennt noch einen weiteren, entscheidenden Effekt: die "somatische Intelligenz". "Denn," so Kiefer, "durch Bewegung bekommen wir auf die 'richtigen' Lebensmittel Appetit". Ein Aspekt, der auch beim Projekt "Schule bewegt. bewegte Schule" willkommen ist.

Das forum. ernährung heute setzt deshalb mit seiner Initiative"Schule bewegt. bewegte Schule" bei der Prävention von Übergewicht am Bewegungshebel an: In neun Partnerschulen, einer pro Bundesland, fanden im Schuljahr 2006/07 zusätzliche Gratis-Turnstunden "mit Spaßfaktor" für die Kinder in der Nachmittagsbetreuung statt. Nach dem Motto "Bewegen statt am Sessel kleben" nahmen die Kinder freiwillig an zusätzlichen Bewegungsstunden teil, bei denen es vorrangig um Spaß und die Schulung von Basisfertigkeiten, nicht um Einzel- leistungen, ging.

Bilanz: Spaß als Top-Bewegungs-Motivator

Ziele des Projekts "Schule bewegt. bewegte Schule" waren, Freude an der Bewegung zu fördern und langfristig für ein bewegtes Leben zu motivieren. Die Turnstunden mit Spaßfaktor haben eingeschlagen: Am Ende des Schuljahres hat sich die Motivation der Schülerinnen für Bewegung eindeutig auf den Spaßfaktor fokussiert. Eine Bestätigung dafür, dass das gesundheitsfördernde Konzept von "Schule bewegt. bewegte Schule" voll aufgeht.
Besonders bei den Burschen war diese Verlagerung deutlich: Spaß als Motivator nahm um 12 Prozent zu, Leistung als Beweggrund um 8 Prozent ab. Auch Bundesland bezogen waren große Unterschiede zu beobachten: Vor allem in Kärnten und Tirol zeigte sich ein deutlicher Anstieg der Motivation, Sport zu betreiben. In Salzburg und Niederösterreich nahm das Motiv, Sport "anderen zuliebe" zu betreiben, deutlich ab. Helga Cvitkovich-Steiner, wissenschaftliche Leiterin des Projektträgers forum. ernährung heute freut sich über den Erfolg des Projekts: "Unser Ziel war es, den SchülerInnen Spaß an der Bewegung zu vermitteln und sie dadurch langfristig für ein bewegtes Leben zu motivieren. Denn Freude an der Bewegung ist das beste Mittel gegen Übergewicht."

Schule bewegt. bewegte Schule II: Aktive Mitarbeit der SchülerInnen

Aufgrund des großen Erfolges wird "Schule bewegt. bewegte Schule" im kommenden Schuljahr noch ausgeweitet. Zusätzlich zur Weiterführung der Gratis-Turnstunden werden die SchülerInnen zur kreativen Mitarbeit aufgefordert. Im Rahmen eines Wettbewerbs soll ein Stundenplan-ähnlicher Aktiv-Plan entwickelt werden. Schülergruppen können ihre innovativen und auch umsetzbaren Ideen für Bewegung im Alltag beim forum. ernährung heute einreichen und so eine Aktiv-Woche mit Bewegung pur im kommenden Sommer gewinnen.

"Wir wollen die Kinder noch aktiver in die Ausgestaltung unseres Projekts einbeziehen, Bewegung verstärkt in den Alltag der Jugendlichen hineinbringen," erklärt Helga Cvitkovich-Steiner den Fokus des Folgeprojekts. "Ziel ist, den Schülerinnen das Gefühl für eine Balance zwischen ruhender und bewegter Zeit zu vermitteln."

Bewährte Projektpartner gewährleisten Nachhaltigkeit

Die Umsetzung der Bewegungsstunden erfolgt auch in Zukunft mit den Bewegungs ExpertInnen der Österreichischen Bundessportorganisation (BSO) und ihren drei Sport-Dachverbänden ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION. Diese Kooperation hat sich über das erste Jahr bewährt und bietet den SchülerInnen eine ideale Ansprechstelle in Form der lokalen Mitgliedsvereine, aus denen die Übungsleiter kommen.

Christian Halbwachs von der Österreichischen Bundes-Sportorganisation erzählt vom positiven Echo vor Ort: "In zwei Schulen musste aufgrund der großen Nachfrage sogar ein 'Schicht- betrieb' eingeführt werden. Bei einigen Gruppen reichte der soziale Zusammenhalt aus 'Schule bewegt. bewegte Schule' weit über die Schultore und auch über den lokalen Sport- verein hinaus: Die SchülerInnen der Hauptschule Höchst fuhren mit ihrer 'Schule bewegt'-Übungsleiterin sogar noch auf ein Abschluss-Zelt-Wochenende". Auch die SchulleiterInnen und die NachmittagsbetreuerInnen zeigen sich vom Projekt begeistert: "Die Kinder arbeiten nach der Bewegungseinheit viel ruhiger und konzentrierter und sind mit den Aufgaben schneller fertig", berichten etwa die BetreuerInnen aus Niederösterreich.

Das beste Echo über den Erfolg des Projekts geben aber die Kinder ab: Von "Mir macht das einfach Spaß, viel Spaß!" bis hin zu "Ich brauch das einfach!"

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