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Frage 1 von 8

Jeder kennt sie aus den Supermarkt-Regalen – sogenannte Convenience-Produkte. Was aber genau bedeutet „Convenience Food“?

Lösung: c

Aus dem Englisch übersetzt bedeutet Convenience Food „Bequemes Essen“. Darunter werden vorverarbeitete Nahrungsmittel und Mahlzeitenkomponenten bis hin zu kompletten Fertiggerichten verstanden, die dem Konsumenten die Zubereitung erleichtern. 80-90 % aller Lebensmittel gelangen in vorbereiteter Form zum Verbraucher. Die Hersteller orientieren sich dabei auch an gesellschaftlichen Entwicklungen. So gibt es immer mehr kleine Packungsgrößen für Singles und Senioren, Snacks für Mikrowelle oder Toaster, vegane und vegetarische Angebote, sowie Halal- und koshere Lebensmittel.

 

Literatur

Schweizer Gesellschaft für Ernährung (SGE): Merkblatt „Convenience Food“. www.swissconvenience.ch (2008).

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Convenience-Lebensmittel. www.bzfe.de (Zugriff: 20.01.2020).

Frage 2 von 8

Auch wenn die Verarbeitung von Lebensmitteln heutzutage mit modernster Technik funktioniert, reicht deren Geschichte doch weit bis in die Steinzeit zurück, als Fleisch in der Sonne getrocknet wurde. Der Weg zur schnellen Asia-Nudelsuppe im Becher war zwar noch etwas weiter, aber wer erfand die allerersten Instant-Lebensmittel?

Lösung: d

Die ersten Instant-Lebensmittel werden den Azteken in Mexiko zugeschrieben. Für Reisen hatten sie Maisgrieß vorbereitet, der nur noch mit Wasser angerührt werden musste, um als Brei gegessen werden zu können. Auch das Konzept „Street Food“ ist schon länger bekannt, denn bereits im antiken Rom kauften die Menschen vorportionierte Mahlzeiten bei kleinen Garküchen auf der Straße.

 

Literatur

Kiple KF, Ornelas KC: The Cambridge World History of Food. Cambridge University Press, Cambridge (2000).

Frage 3 von 8

Ein besonderer Meilenstein in der Weiterentwicklung vorverarbeiteter Lebensmittel war die Entwicklung der Konservendose. Wann wurde sie patentiert?

Lösung: a

Die Konservendose aus Metall ließ der Brite Peter Durand 1810 patentieren. Bei kaum einem anderen Konservierungsverfahren bleiben Geschmack, Nährwert, Farbe und Beschaffenheit so gut erhalten und die Dosen eignen sich durch ihre Form und Stabilität auch ideal für Lagerung und Transport.

Übrigens: Bereits 1795 schrieb Napoleon Bonaparte einen Preis auf die Entwicklung eines Konservierungsverfahrens aus, um seine Armeen versorgen zu können. Der Pariser Bäcker Nicolas Appert erfand einige Jahre später die Sterilisation von Obst und Gemüse im Glas und ebnete somit den Weg der Konservendose.

 

Literatur

Kiple KF, Ornelas KC: The Cambridge World History of Food. Cambridge University Press, Cambridge (2000).

Zeter K: Verpackung: Geschichte der Dose. www.planet-wissen.de (Zugriff: 20.01.2020).

Frage 4 von 8

Convenience-Produkte erlebten ihren Aufschwung als viele Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg Beruf und Haushalt parallel bewältigen mussten. Was war eines der ältesten industriell hergestellten Fertiggerichte?

Lösung: c

Bei der Erbswurst handelte es sich dabei um Taler aus Erbsmehl und Gewürzen, die – ähnlich wie heutige Suppenwürfel – mit heißem Wasser zu Erbsensuppe aufgelöst wurden. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt und der Name leitete sich von der Form ab. Die Taler wurden aneinandergereiht, mit Folie umwickelt und durch das Abbinden der Enden entstand die Ähnlichkeit zur Wurst. Erst Ende 2018 wurde die Produktion des langjährigen Verkaufsschlagers nach 129 Jahren eingestellt.

 

Literatur

Zenz R: Aus für eine 129 Jahre lange Tradition. www.diepresse.com (Zugriff: 20.01.2020).

Frank HG: Das Ende einer Legende: Knorr stellt Erbswurst ein. www.swp.de (Zugriff: 20.01.2020).

Frage 5 von 8

Mittlerweile ist das Sortiment an Convenience-Produkten enorm gewachsen und reicht von Dosen-Ravioli über Instant-Suppen bis hin zu Tiefkühl-Lasagne. Was zählt nicht zu Convenience Food?

Lösung: c

Bei einem Convenience-Lebensmittel übernimmt der Hersteller mindestens einen Arbeitsschritt der Vor- oder Zubereitung, um den Zeitaufwand zu verringern. Convenience Food umfasst somit weit mehr als nur das klassische Fertiggericht. Frische, gekühlte Zutaten zählen ebenso dazu wie Tiefkühlkost, Konserven, getrocknete, sterilisierte, pasteurisierte oder anders konservierte Lebensmittel.

 

Literatur

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Convenience-Lebensmittel. www.bzfe.de (Zugriff: 20.01.2020).

Frage 6 von 8

Ob Fresh-Cut, Chilled-Food, Fix-Produkte, Fertiggerichte oder Beinahe-Fertiggerichte – all das gehört zu Convenience-Produkten. Die meisten Begriffe sind dabei selbsterklärend, aber worum handelt es sich bei Chilled-Food?

Lösung: c

Unter Chilled Food versteht man frische Speisen aus dem Kühlregal, sogenannte „Kühlkost“. Die Lebensmittel können dabei in verschiedenen Graden vorverarbeitet sein, beispielsweise gewaschen, geschält, gewürzt, vorgegart, portioniert und verpackt. Sie werden auf 0 bis 8°C gekühlt gelagert und sind allzeit bereit, wenn der Magen zu knurren beginnt. Beliebt ist dieses Verfahren auch als „Cook & Chill“ in der Gemeinschaftsverpflegung. Hier werden die Speisen oft in externen Großküchen vorgekocht, heruntergekühlt und erst nach dem Transport vor Ort wieder erwärmt.

 

Literatur

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Chilled Food. www.bzfe.de (Zugriff: 22.01.2020).

Frage 7 von 8

Auch wenn Convenience-Produkte nach der allgemeinen Wahrnehmung hauptsächlich Fertiggerichte sind, gibt es doch unterschiedliche Abstufungen der Verarbeitung. Welche Convenience-Stufen gibt es?

Lösung: b, c, d

Die fünf Fertigungsstufen lauten küchenfertig, garfertig, aufbereitfertig, regenerierfertig und verzehrfertig. Beispiele wären etwa das geputzte Gemüse das in Großküchen weiterverarbeitet wird, oder im Kontrast dazu Smoothies und Fertigsalate, die für den sofortigen Verzehr beim Konsumenten gedacht sind. Convenience-Produkte lassen sich auch noch nach der Haltbarmachung unterscheiden. Denn unterschiedlichen Konservierungsverfahren, wie Gefrieren, Kühlen, Pasteurisieren, Trocknen, Säuern oder Verpacken in modifizierter Atmosphäre, beeinflussen die jeweilige Art der Lagerung, Haltbarkeit und Weiterverarbeitung.

 

Literatur

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Convenience-Lebensmittel. www.bzfe.de (Zugriff: 20.01.2020).

Frage 8 von 8

Der Vorteil von Convenience-Produkten: sie sind schnell zur Hand und sparen Zeit. Wie viel Kilogramm Tiefkühlfertiggerichte auf Fleisch-, Fisch- oder Gemüsebasis, gefüllte Teigwaren, etc. wurden in Österreich im Durchschnitt pro Kopf im Jahr 2019 verbraucht?

Lösung: b

Im Jahr 2019 lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch der Österreicher bei 11,4 kg. Zu den beliebtesten Produkten gehörten dabei Tiefkühl-Gemüse und –Fisch. Im Vergleich zum Jahr 2013 ist der Absatz pro Kopf damit um 1,4 kg gestiegen. Ein weiterer, leichter Anstieg des Verbrauchs wird für die nächsten Jahre erwartet.

 

Literatur

Statista GmbH: Fertiggerichte. www.statista.com (Zugriff: 20.01.2020).

Statista GmbH: Ranking der beliebtesten Tiefkühlkost- bzw. Fertiggerichte-Marken in Österreich (nach Kauf in letzter Zeit) nach Geschlecht im Jahr 2019. www.statista.com (Zugriff: 20.01.2020).

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