30.03.2021

f.eh rät zu „österlichem Genuss-Hattrick“: entspannt, bewusst und befreit essen

Maßvoll und abwechslungsreich Genießen fördert Wohlbefinden und Gesundheit – und das nicht nur zu Ostern. Eier sind wichtiger Nährstofflieferant, der auch sättigend wirkt.

Viele Menschen nützen das Osterwochenende, um nach der Fastenzeit mit ihren Entbehrungen wieder zu schlemmen. Für ein optimales Genusserlebnis im Einklang mit einem hohen Wohlbefinden rät das forum. ernährung heute (f.eh) zu einem „österlichen Genuss-Hattrick“: „Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen, bewusst zu essen und ohne schlechtes Gewissen. Denn bei einem geringeren Esstempo gibt man dem Körper Zeit, das Sättigungsgefühl an das Gehirn zu kommunizieren, wodurch man weniger isst und nicht übersättigt. Zweitens werden nach der Fastenzeit als Phase der Entbehrungen Geschmack und Geruch von Speisen, auf die während der Fastenzeit verzichtet wurde, intensiver wahrgenommen. Isst man bewusst, steigert das das Genussempfinden. Und drittens sollte man sich nach dem Fasten und den Restriktionen vom schlechten Gewissen befreien und sich selbst Genuss gönnen. Das ist Voraussetzung dafür, das Erlebnis voll auskosten zu können“, so Marlies Gruber, Geschäftsführerin und Ernährungswissenschafterin im f.eh.

Rechtzeitig zu Ostern füllen sich die Obst- und Gemüsekörbe in den Supermärkten allmählich wieder mit heimischen Lebensmitteln, gleichzeitig endet die Fastenzeit und zahlreiche Menschen greifen mit Gusto zu Fleischprodukten und Süßem. Dabei schwingt bei vielen das schlechte Gewissen mit, wodurch sich immer wieder die Frage stellt: Darf ich all das genießen? Die gute Nachricht ist: Man kann – vorausgesetzt man folgt der Maxime: Weniger ist mehr!

„Das Geheimnis ist, kleinere Mengen zu essen und dabei bewusst zu genießen sowie sich voll auf den Geschmack zu konzentrieren. Dann kann man auch der Verlockung des breiten österlichen Angebots erliegen, egal ob Pinze, Osterschinken und -ei oder Schokohasen“, unterstreicht Marlies Gruber. „Man sollte sich Zeit nehmen für vielfältige und abwechslungsreiche Genusserlebnisse. Denn Essen kann, darf und soll Freude bereiten. Das beginnt bei der Wertschätzung der Lebensmittel und lässt sich mit einem ansprechenden Ambiente unterstützen.“

Das gilt jedoch nicht nur für das Osterwochenende, denn Genuss sollte vielmehr zu einem täglichen Erlebnis werden. „Unser Umfeld redet uns oft ein schlechtes Gewissen ein, das Genuss erschwert. Doch Studien belegen, dass Genießer eher auf hochwertige und gesundheitsfördernde Lebensmittel setzen, sich vielfältig ernähren und häufiger, aber offenbar in kleineren Mengen zu fleischbasierten Lebensmitteln und Süßem greifen. Sie sind in der Regel eher normalgewichtig, empfinden eine höhere Lebensqualität und sind optimistischer und leistungsfähiger. Das Osterwochenende eignet sich daher optimal als Startschuss für eine genussvolle Ernährung und Lebensweise als Basis für Gesundheit und ein höheres Wohlbefinden“, betont Marlies Gruber.

Osterei: Sättigende Nährstoffbombe

Eier liefern Eiweiß in besonders zugänglicher Form, das zu 100 Prozent in körpereigenes Eiweiß umgewandelt wird. Mit einem Ei deckt man damit ca. 15 Prozent des Tageseiweißbedarfs. Es liefert aber auch zahlreiche weitere wichtige Nährstoffe wie Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink, Jod, Fluor und Selen sowie die Vitamine A, B2, B12, D, E und Folsäure. Da eiweißreiche Lebensmittel sättigend wirken, trifft das auch auf das Ei zu. Eier können im Rahmen einer kalorienreduzierten Kost daher helfen, Gewicht zu verlieren.

Zum hohen Cholesterinwert belegen Studien der letzten Jahre, dass der Spiegel beim Verzehr von Eiern im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung bei den meisten Menschen relativ konstant bleibt. Die Ernährungsgesellschaften aus Österreich, Deutschland und Schweiz raten dennoch zu maximal einem großen Ei pro Tag, jene aus den Niederlanden, Frankreich und Italien haben jedoch keinen Grenzwert mehr festgelegt. Einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Eiern mit koronaren Herzkrankheiten schließen neue Metaanalysen bei gesunden Menschen aus.  

Eier eignen sich damit optimal für den österlichen Genuss. Auch hier rät die Expertin zu mäßigem Genuss mit hochwertigen Produkten: „Am besten Bio – erkennbar am aufgedruckten Code 0 –, denn damit geht mehr Tierwohl, Kreislaufwirtschaft und Bio-Futter einher. Auch das Projekt „Bruderhahn“ ist Teil von Bio, im Zuge dessen die männlichen Küken ebenfalls aufgezogen werden“, sagt Marlies Gruber.

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