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Wenn Essen krank machtLebensmittelinfektionen sind in Österreich keine Seltenheit, wie die neuen Daten der Sanitätsverwaltung zeigen. Viele Infektionen sind jedoch „hausgemacht".
Der Fasching als kulinarische Hoch-Zeit verlockt mit Edelfischen, Muscheln oder dem traditionellen Heringsschmaus. Aber auch pikante Feinkostsalate und Canapés sowie süße Verführungen wie Zabaione und Tiramisu bereichern das Faschingsbüffet. Während des Schlemmens denkt niemand daran, dass sich in diesen mikrobiell empfindlichen Köstlichkeiten auch krankheitserregende Bakterien und Viren wohl fühlen. Dabei ist oft Vorsicht geboten. Vor allem Knabbereien für zwischendurch können sich durch den „allgemeinen Zugriff" zur Brutstätte für Bakterien und Mikroorganismen entwickeln.
Salmonellen am häufigsten Lebensmittelinfektionen sind nicht nur jetzt ein aktuelles Thema. Im Jahr 2006 erkrankten 2530 ÖsterreichInnen an lebensmittelbedingten Erkrankungen, davon endeten drei Fälle tödlich. Salmonellen waren mit Abstand die häufigsten Krankheitserreger mit 73 % der bakteriellen Infektionen, gefolgt von Campylobacter mit 24 %. Nicht jede/r Erkrankte sucht jedoch bei einer Durchfallerkrankung eine Ärztin bzw. einen Arzt auf. Vereinzelt auftretende leichte Durchfälle, Übelkeit, Fieber oder Erbrechen werden oft nicht als Lebensmittelinfektionen wahrgenommen. Die tatsächliche Anzahl der an Salmonellen erkrankten Menschen in Österreich wird daher zwischen 78.000 bis 207.000 geschätzt. Verbesserte Registrierung von Ausbrüchen Seit Juni 2004 gilt in Österreich die Richtlinie 2003/99/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Überwachung von Zoonosen und Zoonoseerregern. Zoonosen sind anzeigepflichtige Krankheiten und Infektionen, die direkt oder indirekt zwischen Tieren und Menschen übertragen werden. Der Richtlinie entsprechend müssen lebensmittelbedingte Erkrankungen statistisch erfaßt werden und deren Auslöser mikrobiologisch untersucht werden. Daraus erklärt sich auch die vergleichsweise geringe Anzahl an erkrankten Personen im Jahr 2003. Anzahl der lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüche und der davon betroffenen Personen in Österreich von 2003 bis 2006
Quelle: Mitteilung der Sanitätsverwaltung (10/2007)
Im privaten Haushalt können Bakterien durch unreine Hände von Hausfrau oder -mann und Arbeitsmaterialien auf Lebensmittel verschleppt werden. Ein Beispiel dazu: Ein rohes Huhn wird auf einem Arbeitsbrett tranchiert. Unmittelbar danach schneidet man auf dem gleichen ungewaschenen Brett und ohne sich die Hände zu waschen einen Chinakohlsalat. Die Erreger kommen dadurch vom Huhn auf den Salat und vermehren sich bei Zimmertemperatur. Die Gäste werden über den Salat infiziert. Das Huhn hingegen wurde längere Zeit über 70 °C gegart und stellt daher keine Gefahr für eine Salmonellenvergiftung dar. Für Immunschwache kein Sushi, Beef Tatar und Tiramisu
"Der Schutz vor Lebensmittelinfektionen beginnt in der eigenen Küche"
Im privaten Haushalt können Lebensmittelinfektionen durch ausreichende Küchenhygiene und sachgemäße Lagerung und Zubereitung vermieden werden.
Die wichtigsten Regeln zur Lebensmittelhygiene:
Damit die Einladung zum Faschingsbüffet nicht mit einem Besuch im Krankenhaus endet, sollte auf jeden Fall auf die richtige „Lager"-Temperatur geachtet werden. Magen- und Darminfektionen verursachende Bakterien und Viren wie Salmonellen, Campylobacter, Listerien oder Escherichia coli fühlen sich am wohlsten zwischen 10 und 60 °C. Heiße Speisen sollten daher dampfend heiß, kalte Speisen bei Kühlschranktemperatur zwischen 4 und 6 °C am Büffet gelagert werden. >> Mehr Tipps zu Küchenhygiene und Salmonellen Quelle: [Artikel erstellt/geändert am: 23.01.2007]
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