
|
service
![]() |
glossar |
![]() |
||
|
Harnsäure
Durch den Zerfall von Zellen und durch den Stoffwechsel von mit der Nahrung aufgenommener Purine entsteht Harnsäure. Sie ist eine stickstoffhaltige Verbindung, die mit dem Harn ausgeschieden wird. Bei einer erhöhten Konzentration von Harnsäure im Harn bilden sich durch Kristallisation Harnsteine. Ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut weist auf eine Nierenfunktionsstörung, Gicht oder Leukämie hin.
Harnstoff
Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels. Der beim Um- und Abbau körpereigener Aminosäuren entstehende giftige Ammoniak wird in der Leber in den ungiftigen Harnstoff umgewandelt. Ein zu hoher Harnstoffgehalt im Blut deutet auf eine Nierenfunktionsstörung hin, ein zu niedriger auf eine Lebererkrankung. Harnstoff wird mit dem Harn ausgeschieden.
Hepatitis
Akute oder chronische Leberentzündung. Hervorgerufen wird eine Hepatitis entweder durch eine Infektion, durch die Einwirkung von Giften (v.a. Alkohol), durch Stoffwechselerkrankungen oder dadurch, dass sich das Immunsystem gegen die Leberzellen richtet. Die häufigsten Hepatitiden A, B, C, D und E werden durch Viren, Bakterien oder Parasiten ausgelöst. Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit, Anstieg der Körpertemperatur, Appetitlosigkeit, Gelbsucht.
Herbizide
Ein Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Unkräutern, die mit den Kulturpflanzen um Wasser, Licht und Nährstoffe konkurrieren. Sie werden schnell abgebaut und sind für Säugetiere und Menschen unbedenklich.
Heterozyklische Aromatische Amine
Unter Heterozyklischen Aromatischen Aminen (HAA) versteht man organische Verbindungen, die sich beim Erhitzen von Fleisch und Fisch aus Aminosäuren, Kohlenhydraten und Kreatin bzw. Kreatinin bilden. In Tierversuchen wurde festgestellt, dass sie in sehr hohen Mengen einen Risikofaktor für Darmkrebs darstellen.
High Density Lipoprotein (HDL)
Lipoprotein, mit hoher Dichte, transportiert Triglyceride, Cholesterin, Fettsäuren und Phospholipide im Blut. HDL befördert überschüssiges Cholesterin aus den Geweben zurück zur Leber. Es wird oft als "gutes Cholesterin" bezeichnet und schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
HLA (humanes Leukozyten Antigen System)
Dieses System bezeichnet Gewebestrukturen auf den weißen Blutkörperchen, die für die Erkennung von körperfremden Stoffen und deren Zerstörung zuständig sind. Es gibt verschiedene Typen von HLA-Antigenen, die mit mehr als 30 Erkrankungen in Verbindung gebracht wurden. Daher werden HLA-Antigene zur Krankheitsrisikoabschätzung herangezogen.
Homocysteinurie
Eine angeborene Stoffwechselerkrankung. Dabei wird aufgrund eines Enzymmangels die Aminosäure Homocystein nicht in die Aminosäure Methionin umgewandelt. Infolgedessen steigt die Konzentration von Homocystein im Blut. Dies kann zu einer geistigen Beeinträchtigung führen. Je nach Enzymmangel können Gaben von Vitamin B6, Vitamin B12 oder Folsäure den Homocysteingehalt im Blut senken.
Hypercholesterinämie
Eine Fettstoffwechselstörung, bei der die Konzentration von Cholesterin im Blut erhöht ist. Ab einem Wert von 240 mg/100 ml Blut wird von einer Hypercholesterinämie gesprochen.
Hyperglykämie
Überzuckerung beschreibt einen krankhaft überhöhten Blutzuckerspiegel. Die Glukosekonzentration übersteigt den Wert von 140 mg/100 ml Blut. Ab einem Wert von 180 mg/100 ml Blut wird Glukose mit dem Harn ausgeschieden. Eine Hyperglykämie entsteht aufgrund von Diabetes mellitus oder infolge eines Herzinfarkts, einer Gehirnhautentzündung, … Sie verläuft zumeist beschwerdefrei und wird bei Routineuntersuchungen diagnostiziert.
Hypertriglyzeridämie
Eine Fettstoffwechselstörung, bei der der Gehalt an Triglyzeriden im Blut erhöht ist. Sie kann angeboren sein oder durch Übergewicht, fettreiche Ernährung, zu hohen Alkoholkonsum oder Diabetes mellitus und Schilddrüsenunterfunktion verursacht sein.
Hypoglykämie
Unterzuckerung ist der Begriff für ein Absinken des Blutzuckerspiegels unter den dem jeweiligen Alter entsprechenden Normwert. Ein längerer Nahrungsentzug, eine zu hohe Insulinproduktion, eine Erkrankung der Leber sowie Diabetes mellitus können zu einer Hypoglykämie führen. Symptomatisch dafür sind starkes Zittern, Unruhe, Blässe, Schweißausbrüche und ein starkes Hungergefühl. Mit zuckerhaltigen Getränken oder Haushaltszucker kann der ] Blutzuckerspiegel rasch wieder gehoben werden. |
|
|||