1_2016, Das mikrobielle

1_2016 Das mikrobielle "Ich"

Im Fokus

In Summe sind 100 Billionen Bakterien in unserem Darm zu Gast. Das sind zehnmal mehr Fremdlinge, als wir an eigenen Zellen besitzen und diese kommen auf über drei Millionen Gene. Sprach man früher von der Darmflora, redet man heute vom Mikrobiom. Es ist so speziell wie ein Fingerabdruck. Je nach Nahrung ändert es sich in seiner Vielfalt und Zusammensetzung – nach dem Motto: je abwechslungsreicher, desto besser –, und auch unsere Familie, Freunde und Kollegen beeinflussen das Mikrobiom. Denn selbst über Umarmungen oder Händedruck tauschen wir uns aus. Sozial aktive Individuen weisen daher auch eine höhere Vielfalt an Darmbakterien auf. Und das ist gut so. Diversität schützt vor Störungen in diesem fein justierten Ökosystem. Diese können zu einer Reihe von Erkrankungen führen: Adipositas, Diabetes, Asthma, ein fehlreagierendes Immunsystem etc. Interaktion herrscht aber nicht nur auf dieser Ebene. Darm und Gehirn kommunizieren eng miteinander. Stress, Lernen oder Stimmung hängen mitunter ebenso von der Besiedelung im Darm ab. Die mikrobielle Wohngemeinschaft in unserem Körper ist hochkomplex und bei weitem noch nicht zur Gänze erforscht. Welche Zusammenhänge mit chronischen Krankheiten werden aktuell diskutiert? Und wie sehr haben wir die Bakterien oder sie uns im Griff? [mg]

Inhalt

Fokus: Seite 03-05, Autorin: Angela Mörixbauer 

Die Welt der Darmbakterien

Der Mensch ist nicht er selbst. Genau genommen ist er weniger als ein Zehntel seiner selbst. Keine Angst, das wird keine philosophische Abhandlung über das Menschsein. Es geht vielmehr um unsere Mitbewohner: Darmbakterien. Der Mensch beherbergt in seinem Darmtrakt zehnmal mehr fremde Zellen, als er an eigenen Zellen besitzt. Dass dies gravierende Auswirkungen auf Stoffwechsel, Gesundheit und Krankheit hat, wird erst seit wenigen Jahren von der modernen Medizin (an-)erkannt.

Fokus: Seite 06-07, Autorin: Marlies Gruber

Ein steuerndes Nervengeflecht

Seit einigen Jahren ist von der Darm-Hirn-Achse die Rede und davon, wie intensiv Kopf und Bauch miteinander kommunizieren. Über welche Wege und Boten verständigen sich die beiden? Welche Folgen haben Kommunikationsstörungen? Und welchen Einfluss hat die Nahrung? ernährung heute im Gespräch mit Peter Holzer, Neurogastroenterologe an der Medizinischen Universität Graz. 

Fokus: Seite 08-09, Autorin: Marlies Gruber

Gute und schlechte Futterverwerter

„Bei mir legt es sich mehr an“ oder „Ich bin halt ein guter Futterverwerter“ – wer hat das im eigenen Umkreis noch nicht gehört? Lange Zeit galt diese Annahme schlicht als charmante Ausrede für ein paar Kilos mehr auf der Waage. Doch nun zeigt sich tatsächlich, dass nicht jeder gleich viel Energie aus der Nahrung zieht – je nachdem, wie die Darmflora aufgestellt ist. 

Fokus: Seite 10-11, Autorin: Angela Mörixbauer

Einfluss von Polyphenolen auf den Darm

Polyphenole, eine bestimmte Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, werden in einer ersten reaktion meist mit ihrer antioxidativen Wirkung auf den Organismus assoziiert. Erst seit wenigen Jahren tauchen vermehrt Publikationen auf, die sich mit dem Einfluss von Polyphenolen auf Darmbakterien und vice versa beschäftigen. Was Polyphenole betrifft, ist dies wohl eines der zukunftsträchtigsten Forschungsfelder.

Fokus: Seite 12-13, Autorin: Elisabeth Rudolph

Low-FODMAP-Diät: Die Lösung für den Darm?

Sie kommen in Nahrungsmitteln vor, haben eine spezifische Struktur und werden von manchen Menschen schlecht vertragen. Die Rede ist von bestimmten Kohlenhydraten, die in Verdacht stehen, Darmbeschwerden auszulösen: FODMAPs. Lässt man sie weg, verbessern sich die Symptome. So die Theorie. Was steckt dahinter und sind die Zusammenhänge wissenschaftlich belegt? 

Lebensmittel: Seite 14-16, Autorin: Eva Derndorfer

Weizen in der Kritik

Brot, Pasta, Couscous, Grieß. Wenn Weizen dick machen würde, wäre ich ein Ballon. Das bin ich nicht. Freilich ist n=1 nicht wissenschaftlich, aber das sind auch einige Behauptungen nicht, die in aktuellen Büchern über und gegen den Weizen geschrieben wurden. Auch in diesen werden neben Studienergebnissen zahlreiche Einzelschicksale (auch immer n=1) beschrieben. Dennoch: ein differenzierter Blick auf das Getreide lohnt sich.

Diätetik & Prävention: Seite 17-19, Autorinnen: Marlies Gruber und Elisabeth Rudolph

Neue Empfehlungen für Amerika

Nach einer langen öffentlichen Debatte, Hearings im Kongress und knapp 30 000 Kommentaren von Medizinern, Ernährungswissenschaftern und anderen Health Professionals wurden Anfang des Jahres die neuen U.S. Dietary Guidelines (2015–2020) veröffentlicht. Was hat sich getan?

Serie in vier Teilen: Seite 20-21, Autorin: Theres Rathmanner

Das ganze Tier - Nose to Tail eating

Es gibt sie noch, die Menschen, denen Kutteln, Sulz und Blunz'n schmecken. Und es gibt sie wieder! Unter Nose to Tail firmiert das Bewusstsein, wieder alles zu essen, was an einem Tier dran ist. Wir schauen uns diesen Trend eine vierteilige Serie lang genauer an. 

Serie: Nose to tail: Seite 22-23, Autorin: Theres Rathmanner

Das ganze Projekt ein einziges Aha-Erlebnis

Ochs im Glas ist ein Nose to Tail-Projekt, bei dem der Fotograf Ingo Pertramer, der Künstler Thomas Nowak und der Gastro-Kritiker Florian Holzer in zwei Wochen einen Ochsen schlachten, zerlegen und ihn von der Nase bis zum Schwanz in 700 Gläsern einkochen. Ingo Pertramer ist das Mastermind hinter Ochs im Glas: Es war seine Idee und Produzent ist er auch. Wir haben mit ihm gesprochen. 

Literaturliste Magazin 1_2016

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Aktuelle Buchvorstellungen

NEU Aufgedeckt. Gerüchteküche und Ernährungsmythen

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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Für Kinder mit Zöliakie kochen!

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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Wenn das Spiegelbild ein Eigenleben führt

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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NEU Ins Leben starten

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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Das Viva-Mayr Kochbuch

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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Die Molekülchen Küche-Experimente für Nachwuchs-Köche

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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