3_2017, Kulinarische Integration

4_2017 Essen lernen - aber wie?

Im Fokus

Die moderne Ernährungswelt zeichnet sich durch ein vielfältiges Angebot an Lebensmitteln und Speisen, Ernährungsweisen und Möglichkeiten der Individualisierung sowie an Informationen aus. Die Mehrzahl der Konsumenten fühlt sich mit Widersprüchen konfrontiert und mit dem Überangebot zumindest zeitweise überfordert. Sieben von zehn Menschen wissen nicht mehr, welche Informationen rund um Ernährung und Lebensmittel richtig sind. Und vor allem Stadtkinder sind nicht mehr in der Lage, Zusammenhänge zwischen Milch, Butter und Käse oder Brot, Kuchen und Getreide herzustellen. Wissensvermittlung als Lösungsansatz allein greift hier zu kurz. Vielmehr muss es darum gehen, ein gutes Essverhalten grundlegend zu lernen. Nur wie? Ohne erhobenen Zeigefinger, das ist klar. Um lustvoll zu lernen, braucht es jedoch mehr. Moderne Konzepte der Ernährungsbildung orientieren sich daher auch an pädagogisch etablierten Eckpfeilern: Neugier, Anregung und selbstständiges Tun. Kochen, Essen, Lachen, Staunen. Denn Lernen bedeutet weniger, alles zu wissen, als vielmehr sich maximal zu entwickeln. Dafür braucht es Erfahrung und Reflexion. Das gilt für Rechnen, Schreiben und Lesen genauso wie für Riechen und Schmecken. Schließlich befähigt Bildung dazu, „Autor des eigenen Lebens“ zu sein, eigenständige Entscheidungen treffen zu können und selbstständig zu sein – kurzum: mündig zu sein. Bildung ist daher auch der Schlüssel für ein gelungenes kulinarisches Leben. Und auch für diesen Lebensbereich lässt sich ins Treffen führen: „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.“ [John F. Kennedy]

 

 

Inhalt

Fokus: Seite 03-05, Autorin: Ronia Schiftan

Die Qual der Wahl – Ernährung im Informationschaos

„Die Weizenwampe“, „Das Salz-Zucker-Fett-Komplott“, „Kochen mit Superfoods“ – so hallt es uns von den Bücherregalen entgegen. Im Supermarkt wimmelt es vor Labels, attraktiven Verpackungen, Werbebotschaften und Gesundheitsversprechen. Informationen, wohin man sieht und hört. Doch was geschieht mit diesen Ernährungsinformationen? Wie funktioniert die Wahrnehmung, und welche Einschränkungen und Effekte spielen mit?

Fokus: Seite 06-09, Autorin: Angela Mörixbauer

Wo findet Ernährungsbildung statt?

Wir treffen täglich mehr als 200 Ess- und Trink-Entscheidungen. Und zwar nicht bewusst, sondern mittels Autopilot. Andernfalls würde uns das heillos überfordern. Doch selbst bewusste Entscheidungen für oder gegen ein Lebensmittel, eine Speise oder eine Ernährungsweise sind in unserer globalisierten Esswelt alles andere als einfach geworden. Es braucht daher Ernährungsbildung – während des gesamten Lebens.

Fokus: Seite 10-11, Autorin: Theres Rathmanner

Ernährung: Ein Systemfaktor an Schulen

„Essen lernen, aber wie? Ernährungsbildung der Zukunft“ war das Thema des heurigen Symposiums. Viel war davon die Rede, was, wie und wo vermittelt werden soll. Ist zuhause der richtige Ort oder die Schule? Was ist Erziehung und was Bildung? Wir haben uns mit Ursula Buchner, einer Expertin für schulische Ernährungsbildung, über die Thematik unterhalten.

Fokus: Seite 12-13, Autorinnen: Birgit Wild & Maria Lerchbaumer

Was die Jugend weiß

Viel wird derzeit über Ernährungsbildung und das Unterrichtsfach Ernährung diskutiert. Wie viel Bildung braucht es? Und was bleibt bei den Schülern eigentlich an Wissen hängen? Das wollten wir von Jugendlichen einer Neuen Mittelschule wissen und haben sie dazu befragt.

Fokus: Seite 14-15, forum. ernährung heute

Bausteine für ein besseres Essverhalten – Sechs f.eh-Postulate zu den Themen Essen, Lebensstil, Verantwortung und Bildung

Auf Basis einer Delphi-Umfrage unter Vertretern aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen, der Gesundheitsförderung, Wirtschaft, Politik und Verwaltung, Medien sowie Eltern- und Konsumentenvertreter zum Thema Verantwortung für gesundheitsförderliche Ernährungsweisen und Lebensstile (2016) fordert das f.eh noch mehr Engagement bei sechs Punkten.

Saison: Seite 16-17, Autorinnen: Marlies Gruber & Eva Derndorfer

Weiße Weihnachten!

Ob zu Weihnachten Schnee liegt, lässt sich nicht beeinflussen. Auf den Tisch kann man Weiß aber jedenfalls zaubern. Nicht nur Vanillekipferl und Kokosbusserl, Teller und Tischtuch bieten sich dafür an, ganze Gerichte können in vielen Weißnuancen zusammengestellt werden. Was ist für kulinarisch weiße Weihnachten zu beachten?

Serie: Pilze, Teil 3, Seite 18-21, Autorinnen: Eva Derndorfer & Marlies Gruber

„Hut“-Food – Pilze in der Küche  

Der zum Teil ausgeprägte Umami-Geschmack und die fleischige Textur machen Pilze so beliebt. Setzt man auf die Vielfalt des Waldes, ist man von Jahreszeiten und Witterung abhängig. Dagegen sind Kulturpilze populär, weil sie das ganze Jahr über und vielerorts anzubauen und jedenfalls nicht giftig sind. Ein Überblick über einige Vertreter aus Wald und Zucht.

 

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Aktuelle Buchvorstellungen

NEU Aufgedeckt. Gerüchteküche und Ernährungsmythen

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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Für Kinder mit Zöliakie kochen!

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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Wenn das Spiegelbild ein Eigenleben führt

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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NEU Ins Leben starten

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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Das Viva-Mayr Kochbuch

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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Die Molekülchen Küche-Experimente für Nachwuchs-Köche

Autor(en): Bisovsky S, Unterberger
Verlag: Österreichischer Agrarverlag
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-7040-2350-6.

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