4_2019, Ernährungsökologie – System mit Zukunft

4_2019 Ernährungsökologie – System mit Zukunft

Im Fokus

„Die ökologische Frage ist eine soziale Frage." [Jade Lindgaard]

Anfang des Jahres hat der Bericht der EAT-Lancet Commission die Fachwelt aufgewirbelt. Erstmals wurden Empfehlungen formuliert, die auf folgendem Dreiklang basieren: Sie sollen den ernährungsphysiologischen Anforderungen genügen, die Gesundheit fördern und den Ressourcenverbrauch auf ein nachhaltiges Maß bringen. Und all dies global – also für alle Erdenbürger. Seither wird viel über die Synergien von Gesundheits- und Nachhaltigkeitsaspekten diskutiert, ebenso über das Fundament der Empfehlungen. Die Gesundheitsperspektive allein ist passé, vielmehr ist die Ernährungsdebatte um eine gewichtige Facette reicher geworden. Das hat sich auch im Zuge des f.eh-Symposiums zum Thema „Nachhaltig essen. Ernährungsökologie – ein Bildungsprozess“ gezeigt. Zieht man also bei einzelnen Lebensmitteln stets ökologische Aspekte in Betracht, erschließt sich eine ganzheitlichere Perspektive auf die Lebensmittelproduktion, die in Summe für 30 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Tierische Produkte werden da schnell als Hauptverantwortliche genannt, aber auch Reis ist beispielsweise ein substanzieller Emittent. Während die Empfehlungen der EAT-Lancet Commisson für bestimmte Lebensmittelgruppen große Schwankungsbreiten aufweisen, wird ein wesentliches Ziel für jeden Bürger in industrialisierten Gesellschaften sehr konkret genannt: die Halbierung der Lebensmittelverschwendung. Dafür braucht es Wissen rund um Lagerung, Haltbarkeit und Haltbarmachung, Resteverwertung und gegebenenfalls Engagement wie Food Sharing. [mg]

Inhalt

Fokus: Seite 04-06, Autorin: Barbara Stadlmayr

Visionärer Speiseplan?

Können wir 10 Mrd. Menschen im Jahr 2050 ernähren? Gesund und nachhaltig? Wie muss unser Ernährungssystem dafür verändert werden? Ein Blick in den EAT-Lancet-Bericht „Food in the Anthropocene“.

Fokus: Seite 07, Autorin: Laura Hundscheid

UniNEtZ

Österreichs Universitäten schließen sich im Projekt UniNEtZ zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) zusammen. Diese sollen auf transdisziplinärer Basis verstärkt Eingang in Forschung und Lehre der Universitäten finden. Das Projekt soll zudem zu einer verbesserten politischen Umsetzung der SDGs beitragen und das Bewusstsein der Zivilgesellschaft schärfen.

Fokus: Seite 08-11, Autorinnen: Angela Mörixbauer und Marlies Gruber

Ernährungsökologie - System mit Zukunft

Längst geht es nicht mehr nur darum, gesund zu essen. Angesichts der ökologischen Folgen der menschlichen Ernährung und der damit verbundenen Produktionssysteme braucht es einen kritischen und vor allem systemischen Blick: sowohl auf den Einfluss unseres Ernährungs- und Konsumverhaltens als auch auf entsprechende Bildungssysteme. Darüber herrschte Einigkeit beim achten f.eh-Symposium am 10. Oktober 2019 mit rund 130 Teilnehmern.

Fokus: Seite 12-15, Autorin: Eva Derndorfer

Reis

In Österreich spielt Reis in traditionellen Gerichten eine Rolle, in Reisfleisch, gefüllten Paprika, Risipisi, süßem Reisauflauf oder Milchreis. Dazu gesellten sich im Laufe der Jahrzehnte Risotto und Currys, Sushi und Bowls. In den meisten Fällen ist Reis ein Importprodukt, doch in den vergangenen Jahren hat man auch in Österreich mit dem Reisanbau begonnen. Reis ist sehr gut verträglich, manchmal aber schadstoffbelastet. Geschmacklich ist er mehr als nur eine neutrale Beilage.

Fokus: Seite 16-17, Autorin: Theres Rathmanner

Fleisch als Omega-3-Quelle?

Fleisch und Fisch, das ist wie Nacht und Tag. Das eine ist reich an bösen gesättigten Fettsäuren, das andere der einzige relevante Lieferant für die besonders gesunden Omega-3-Fettsäuren. Beides kann man so nicht stehen lassen.

Lebensmittel: Seite 18-21, Autorin: Carina Kern

Süßungsmittel mit Potenzial

Um Zucker einzusparen, greifen viele Menschen auf Süßungsmittel zurück. Diese sind energieärmer als Zucker oder gänzlich kalorienfrei. Sie beein- flussen daher den Blutzuckerspiegel wenig oder gar nicht. Davon profitieren vor allem Menschen mit Diabetes sowie Personen mit Übergewicht. Doch stimmt das überhaupt? Und wie sicher ist der künstliche Zuckerersatz?

Serie: Geschmack! Teil 4: Seite 22-23, Autorin: Eva Derndorfer

Bitter.

Wenn es draußen bitterkalt ist, finden das viele bitter. Doch jede Jahreszeit hat ihr Gutes: Es ist Zeit für viele Bittersalate, Bittergemüse und andere bittere Genüsse, die es in sich haben.

 

 

Literaturliste Magazin 4_2019

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