Wissen wirkt: Mehr Bildung für Gesundheit und Zukunft
Das f.eh versteht sich als Expertenstimme und Impulsgeber für einen informierten und bewussten Ess- und Lebensstil. Im Mittelpunkt der Arbeit des f.eh steht die Überzeugung, dass gesellschaftlicher Wandel, etwa die Anpassung des Ernährungssystems, nur gelingt, wenn individuelle und gesellschaftliche Verantwortung in Balance gebracht werden. Damit Menschen selbstbestimmte Entscheidungen rund um Ernährung, Konsum und Lebensstil treffen und langfristig positive Verhaltensmuster entwickeln können, die zugleich Genuss, Wohlbefinden und Zufriedenheit fördern, sind Urteilskraft und Handlungskompetenz nötig. Deshalb setzt das f.eh auf die Kompetenzspirale: Wissen-Werten-Handeln-Genießen-Reflektieren als Wegweiser für alle, die das Ernährungssystem mitgestalten. „Die Grundlage für die Entwicklung von gesundheitsförderlichen Gewohnheiten ist eine umfassende Ernährungs- und Verbraucherbildung, idealerweise von klein an, also ab dem Kindergarten, spätestens der Primarstufe in der Schule. Sie ist unverzichtbar, damit alle Kinder unabhängig von ihrem familiären Hintergrund die Chance haben, sowohl Wissen als auch Kompetenzen und Urteilsfähigkeit für eine ganzheitlich nachhaltige Entwicklung zu erwerben, die komplexen Zusammenhänge des Ernährungssystems zu erfassen und das individuelle Handeln danach auszurichten“, betont Marlies Gruber.
Das f.eh hat dazu 2024 unterstützt von seinem wissenschaftlichen Beirat eine Vielzahl von Initiativen gesetzt, um die Bedeutung von Ernährungs- und Verbraucherbildung in Schulen ebenso wie für Erwachsene hervorzuheben und die öffentliche Sensibilisierung zu heben.
Ein Schwerpunkt war dabei die Entwicklung einer Informationskampagne zum Thema Lebensmittelverschwendung im Rahmen des Bildungsclusters „Dialog mit der Gesellschaft“, unterstützt von Bund, Ländern und der Europäischen Union. Gemeinsam mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), der ARGE Bäuerinnen, dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP) und dem Ökosozialen Forum (ÖSF) wurden österreichweit Botschaften über Freecards, Screens in öffentlichen Verkehrsmitteln und durch eine Social-Media-Initiative verbreitet. Insgesamt wurden damit rund 6,2 Millionen Menschen erreicht. Darüber hinaus bringt sich das forum. ernährung heute aktiv in die Arbeitsgruppe für Bildung und Bewusstseinsbildung des Klimaschutzministeriums ein.
Die Leistungen und Aktivitäten des f.eh können im Jahresreport auf der Website nachgelesen werden.