Genug gefastet

Holly Wilkinson

Goldegg Verlag, 210 Seiten (2024)

ISBN: 978-3-99060-412-0

Rezension:

Veröffentlicht: 21.05.2025

Unser Verständnis von Gesundheit ist stark gewichtszentriert. Dieser Zugang wird zunehmend kritisiert. Denn der Wunsch abzunehmen führt oft zu wiederholten Diäten, problematischem Essverhalten und einem gestörten Selbstbild. Die Ernährungswissenschafterin Holly Wilkinson zeigt einen alternativen Weg.

Sie startet mit ihrer eigenen Geschichte, bevor sie im ersten Teil die „toxische Diätkultur“ analysiert. Dabei durchleuchtet sie fragwürdige Abnehmtricks und erklärt mögliche Negativfolgen wie Nährstoffmängel und Jo-Jo-Effekt. Zudem behandelt sie potenziell irreführende Unverträglichkeitstests und unreflektierte Schönheitsideale. Im zweiten Teil thematisiert sie Herausforderungen wie Stressmanagement, Heißhunger und Selbstakzeptanz im Alltag, bevor der dritte Teil Praxistipps zu Verhaltensänderungen bietet. Dazu zählt etwa intuitives Essen, das die Autorin klar vom impulsiven Essen abgrenzt. Ein 30-Tage-Journal unterstützt Abnehmwillige dabei, gesundheitsförderliche Routinen aufzubauen. Abschließend gibt Wilkinson persönliche Empfehlungen zu weiteren Personen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und/oder Informationen dazu anbieten.

Ein Buch zum Thema Abnehmen, das teilweise humorvoll zu kritischem Denken und zum Reflektieren anregt. Trotz emotionaler Akzente bleiben die Aussagen wissenschaftlich fundiert, auch wenn ein umfangreicheres Quellenverzeichnis wünschenswert gewesen wäre. Eine geeignete Lektüre für alle, die sich von Diäten verabschieden wollen.