07.04.2022 von Redaktion (aktualisiert)

Alkohol – eine Rundumsicht

Menschen in Österreich konsumieren durchschnittlich rund 25 g Alkohol pro Tag. Das entspricht etwa einem großen Bier oder 1/4 L Wein. Aber was macht der Alkohol mit uns? Und wie wirkt er sich auf unsere Gesundheit aus? Wir haben die aktuelle Studienlage unter die Lupe genommen.

Wenn man zuckerhaltige Früchte vergärt, entsteht Alkohol – genaugenommen Ethanol. Auf diese Weise wurden Menschen schon sehr bald in der Geschichte auf diese Substanz aufmerksam. Auch damals schon wurde Alkohol aufgrund seiner berauschenden Wirkung getrunken. In Südafrika haben Elefanten gelernt, sich massiv zu berauschen, indem sie Unmengen der süßen Marulabeeren verschlingen und anschließend kräftig Wasser nachspülen. Das Bedürfnis nach rauschhaften Erfahrungen ist scheinbar nicht nur im Menschen verankert.

Zwischen Damenspitzerl und Vollrausch

Alkohol kann leicht durch die Zellmembranen diffundieren, da er gleichzeitig fett- als auch wasserlöslich ist. Rund 20 % der aufgenommen Menge wird im Magen resorbiert, der Rest im Dünndarm. Die maximale Blutalkoholkonzentration ist nach ein bis zwei Stunden nach der Aufnahme erreicht. Die Resorptionsrate ist jedoch durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • Leerer Magen? Wer auf nüchternen Magen Alkohol trinkt, ist sehr schnell alles andere als „nüchtern“. Hemmend wirken Milch und eine protein- oder fettreiche Mahlzeit.
  • Auf Ex? Wer schnell trinkt, ist auch schnell betrunken. Und klarerweise, je mehr Alkohol im Getränk, umso schneller wandert dieser auch ins Blut.
  • Punsch oder Frizzante? Die Zusammensetzung und Temperatur spielen bei der Resorptionsrate eine Rolle. Zucker, Kohlensäure und eine hohe Temperatur schleusen den Alkohol besonders schnell ins Blut.

2–10 % des aufgenommenen Alkohols werden unverändert über Lunge, Haut und Urin ausgeschieden. Der größere Teil wird oxidativ abgebaut. Ein kleiner Teil wird bereits in der Magenschleimhaut zu Acetaldehyd abgebaut. Der überwiegende Teil wird in der Leber metabolisiert. Dafür stehen die Alkoholdehydrogenase (ADH), das mikrosomale ethanoloxidierende System (MEOS) und die Katalase in den Peroxisomen zur Verfügung. Geringe Mengen werden bevorzugt von der ADH oxidiert. Ist die Alkoholaufnahme jedoch höher als der mögliche Abbau mit ADH, ist der Körper gezwungen, das MEOS dazu zu schalten. Wenn das MEOS aushelfen muss, entstehen als Nebenprodukte freie Radikale, die für den Körper unangenehm werden können. Dies kann eine Aktivierung von prokanzerogenen Substanzen bis Kanzerogenen zur Folge haben. Das heißt, ab einer Alkoholkonzentration im Körper, die beim Abbau zur Bildung von Radikalen führt, scheint die Schädlichkeit zuzunehmen, obwohl gleichzeitig Antioxidantien (z. B. im Rotwein) mitgeliefert werden, die die freien Radikale bekämpfen.

Wissenswert

Alkohol kann eine psychische und physische Abhängigkeit erzeugen. Die Entstehung der Alkoholkrankheit ist ein multifaktorielles Geschehen mit genetischen, psychosozialen und umweltbedingten Ursachen.

Katerstimmung

Für die akute Wirkung von Ethanol ist das Gehirn vorrangiges Zielorgan. Ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,2 ‰ verändert sich das subjektive Erleben und Verhalten. Konzentrationsvermögen und Bewegungskoordination lassen nach und die Reaktionszeit verringert sich. In diesem Zustand darf man in Österreich noch ein Fahrzeug lenken. Ab 1,4 ‰ liegt eine akute Alkoholvergiftung vor. Es kommt zu Stimmungs- und Persönlichkeitsveränderungen, gestörter Wahrnehmung und Bewegungskoordination, Sprachstörung, Übelkeit, Erbrechen und Gedächtnisschwund. Die letale Blutalkoholkonzentration liegt bei circa 4-5 ‰.
Grundsätzlich schädigt übermäßiger Alkohol alle Organe und Gewebe. Speiseröhre, Magen, Dünndarm sind genauso von der Zerstörung betroffen, wie Pankreas und das Herz-Kreislauf-System. Auch das Nervensystem hat mit den Auswirkungen der toxischen Wirkung des Alkohols zu kämpfen. Chronischer Alkoholmissbrauch kann auch zur Mangelernährung führen. Besonders häufig findet man den Thiaminmangel (Vitamin B1). Aber auch die anderen B-Vitamine sind betroffen. Einerseits ist die Zufuhr von Vitaminen bei alkoholkranken Menschen häufig reduziert. Andererseits beeinflusst Alkohol die Verdauung und Absorption von B-Vitaminen. Darüber hinaus wird auch eine Unterversorgung mit Vitamin A, C, D und K sowie Zink und Magnesium beobachtet. Auch weil der Konsum von Alkohol oftmals den von Lebensmitteln ersetzt, kommt es durch den Nährstoffmangel vermehrt zu Zellschädigungen.

Bier, Wein oder Schnaps?

Sowohl Bier als auch Wein und Schnaps werden gleichermaßen protektive und schädigende Wirkungen zugeschrieben. Spaggiari et al. liefern in ihrer Analyse im Jahr 2020 Ergebnisse, dass langfristig kardioprotektive Wirkungen bei moderatem Bierkonsum (max. zwei kleine Bier am Tag) erzielt werden können. Auch dem regelmäßigen Achterl Wein werden ähnliche Effekte zugesprochen. Sogar eine Einheit Schnaps (25 ml) soll manchen Quellen zufolge das Sterberisiko verringern. In einigen Metaanalysen liegt allerdings auch der Konsens vor, dass diese Effekte nicht allein auf den Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Die geringsten Risiken, ein Herz-Kreislaufevent zu erleiden, bestehen laut Untersuchungen von Wood et al. 2018 und Ding et al. 2021 bei einer Menge von unter 100 g Alkohol pro Woche.

Generell gibt es keine Zufuhrempfehlungen für Alkohol, die einen gefahrlosen Konsum garantieren. Stattdessen wurden im Jahr 2000 tolerierbare obere Alkoholmengen (TOAM) erarbeitet. Sie sollen das präventive Potenzial von Alkohol ausschöpfen und gleichzeitig Schutz vor gesundheitsschädigenden Konsequenzen bieten. Die TOAM liegt für Männer bei 20 g pro Tag und für Frauen bei 10 g pro Tag. Dem gegenüber steht eine Stellungnahme der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2018, wonach keine TOAM mehr festgelegt werden können. Wesentlich für diese Aussage war unter anderem die Publikation von Wood et al. 2018, in welcher eine positive Korrelation der konsumierten Alkoholmenge mit der Gesamtmortalität und Herz-Kreislauferkrankungen hergestellt wurde, auch wenn sich daraus keine Ursache-Wirkungs-Beziehungen ableiten lassen. Interessant ist, dass bei einem höheren Alkoholkonsum zwar die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls oder Herzversagens steigt, nicht jedoch das Herzinfarktrisiko. In vielen analysierten Studien finden auch wesentliche Einflussfaktoren wie Lebensstil, Vorerkrankungen oder Ernährungsmuster keine Berücksichtigung. Alkohol wird in der WHO-Stellungnahme als ein globaler Risikofaktor für unterschiedlichste Erkrankungen bezeichnet, dessen schädigende Wirkung die potenziell positiven Effekte einer geringen Aufnahme überwiegt. Auch abseits der WHO mehren sich die Stimmen, dass eine Verminderung des aktuellen durchschnittlichen Alkoholkonsums – egal ob Bier, Wein oder Schnaps – von Vorteil wäre. Denn trotz aller Unklarheiten ist sich die Wissenschaft einig: übermäßiger, regelmäßiger Alkoholkonsum kann Organe wie die Leber schädigen, das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen und auch soziale und psychische Konsequenzen mit sich ziehen. Daher sollte Alkohol nur ab und zu bewusst genossen werden – wie andere Genussmittel auch.

Wissenswert

Dem Österreichischen Handbuch Alkohol zufolge konsumieren wir mit rund 25 g Alkohol pro Tag ca. 175 g pro Woche und damit deutlich mehr als die tolerierbare obere Alkoholmenge. Und das obwohl der Verzehr seit den 1970er-Jahren rückläufig ist.

Das Doppel-A: Alter und Alkohol

Ein unterschätztes und zu wenig thematisiertes Problem kann zudem Alkoholgenuss im Alter sein. Laut „Epidemiologiebericht Sucht 2020“ trinken bis zu 20 % der 70- bis 79-jährigen Menschen in Österreich täglich Alkohol. Menschen ab dem 70. Lebensjahr sind stärker gefährdet, an den Folgen zu leiden. Zum einen, weil sie durchschnittlich mehr und häufiger Alkohol konsumieren als Jüngere. Zum anderen, weil der Körper Alkohol mit der Zeit langsamer abbaut. Dadurch steigt die Konzentration in der Leber, Alkohol bleibt länger im Organismus und kann so mehr Organschäden verursachen. Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind im Alter vermehrt zu beobachten – besonders bei Schlafpulvern oder schmerzstillenden Medikamenten kommt es mitunter zu verstärkenden Effekten. Darüber hinaus ist der Griff zum Glas für viele bei Trauer, Einsamkeit, Langeweile oder Depressionen ein Seelentröster, der sich oftmals zum ständigen Begleiter entwickelt. Vor Alkoholabhängigkeit ist man auch im Alter nicht gefeit.

Alkohol kann Krebs begünstigen

Sowohl die International Agency for Research on Cancer als auch Deng et al. stellten in ihren Studien 2021 bzw. 2019 fest, dass Alkoholkonsum die Entstehung von Krebs beeinflusst. Auch die WHO weist auf diese Tatsache hin. 741 300 neue Krebsfälle wurden im Jahr 2020 weltweit auf Alkoholkonsum zurückgeführt. Mehr als ¾ dieser Fälle treten bei Männern auf, obwohl statistisch gesehen Frauen öfter von Alkoholsucht betroffen sind. Männern wird jedoch öfter regelmäßiger Alkoholkonsum zugeschrieben. Insbesondere sind Korrelationen mit Speiseröhren-, Leber- oder Dickdarmkrebs bekannt. Auch wenn diese keine Rückschlüsse auf Ursache-Wirkungsbeziehungen erlauben, werden rund 26 % der Fälle von Speiseröhrenkrebs und 21 % jener von Leberkrebs mit Alkoholkonsum in Verbindung gebracht. Welche Faktoren sonst noch eine Rolle spielen, wird jedoch häufig nicht berücksichtigt.

Abhängig von ihrer Herkunft, sind Menschen mehr oder weniger risikogefährdet. So sind beispielsweise Menschen in Asien oder Afrika häufiger Träger eines ALDH*2-Polymorphismus (Aldehyd-Dehydrogenase-2), was den Abbau von Alkohol im Körper verzögert und somit zu einer verminderten Verträglichkeit ebenso wie zu einem höheren Risiko für Krebserkrankungen führt. Europäer vertragen den Alkohol zwar besser, als Freibrief sollte das aber dennoch nicht verstanden werden. Neben der Herkunft sind ebenso Lebensstil, Genetik, starkes Übergewicht und viele weitere Faktoren relevant. Häufig ist jedoch keine eindeutige Ursache für die Entstehung von Krebs festzumachen.

Kein Alkohol für Schwangere und Stillende

Für Schwangere und Stillende gilt die Empfehlung zur Abstinenz. Da Alkohol – unabhängig ob moderat oder exzessiv konsumiert – über die Plazenta ungehindert das Kind erreicht, wirken bereits geringe Dosen auf das Ungeborene. Dieses kann weder Alkohol noch seine Metaboliten (z. B. Acetaldehyd) abbauen, wodurch erhebliche Schäden entstehen können. Deren Ausprägung hängt unter anderem mit der konsumierten Alkoholmenge, dem Stoffwechsel der Mutter und dem Entwicklungsstadium des Fötus zusammen. Ein Schwellenwert, ab welchem eine nachweisliche Schädigung vorliegt, konnte bis dato nicht festgelegt werden. Wer sein Kind also schützen möchte, verzichtet während der Schwangerschaft besser gänzlich auf Alkohol.

Fazit

Seit Jahrhunderten beschäftigt sich der Mensch mit Alkohol und seiner Wirkung. War es früher noch die berauschende Eigenschaft, die die Aufmerksamkeit auf sich zog, ist es heute vermehrt der sichere Umgang damit. Ab welcher Menge sich Alkohol negativ auf die Gesundheit auswirkt ist, nach wie vor Forschungsthema. Was etwaige positive Effekte betrifft, so zeigt sich eine J-Kurve. Das bedeutet, dass geringe Mengen im Rahmen von Mahlzeiten konsumiert durchwegs mit schützenden Effekten auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbunden sind. Bei einem höheren Konsum und Binge-Drinking die Risikokurve jedoch steil anteigt. Feststeht daher: Alkohol ist ein Genuss- und Suchtmittel und sollte entsprechend nur maßvoll und nicht täglich konsumiert werden.

Literatur

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Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Österreich; Wien (2020).

Daviet R et al.: Associations between alcohol consumption and gray and white matter volumes; UK Biobank. Nat Commun 13 (2022).

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Piontek D, Gomes de Matos E: Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit in Deutschland. Ernährungs-Umschau 4/2018 (2018).

Renaud S, Gueguen R: The French pardox and wine drinking; Novartis Found Symp. (1998).

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Winstock A: Key findings report of the global drug survey (2020 & 2021)

Wood et al.: Risk thresholds for alcohol consumption: combined analysis of individual-participant data for 599 912 current drinkers in 83 prospective studies. The Lancet (British Edition), 391(10129), 1513–1523 (2018).

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