• Potenzial der Vielfalt

    Die Ausgabe widmet sich den Effekten von Vielfalt im gesamten Ernährungssystem. Dabei werden u.a. Mikrobiom, Verarbeitung, personalisierte Ernährung und soziokulturelle Aspekte beleuchtet.

    Variante
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Editorial

Zum Jahresausklang wollen wir Danke sagen: für Ihre Lesetreue und für Ihr Feedback – sei es durch Leserbriefe oder Ihre Teilnahme an der heurigen Umfrage. Wir freuen uns, wenn unsere Intention ankommt, qualitativ hochwertige Beiträge mit wissenschaftlich fundierten Inhalten leicht lesbar und verständlich aufzubereiten. Dabei bemühen wir uns stets, vielerlei Perspektiven einzuholen – und doch gelingt es nicht immer, ein Thema in seiner gesamten Bandbreite abzubilden. Umso mehr schätzen wir Ihren Input, wenn etwa zusätzliche Aspekte relevant sind oder es eine Korrektur braucht. Lassen Sie uns das bitte wissen, damit wir bei nächster Gelegenheit den Kreis schließen können. Ihrem Wunsch nach mehr Praxisbezug kommen wir gern nach, um noch klarer zu machen, wie sich einzelne Erkenntnisse im Alltag umsetzen lassen. Auch werden wir künftig den veränderten Lesegewohnheiten Rechnung tragen und kürzeren Beiträgen den Vorrang geben. An alle, die (auch) die digitale Variante beziehen: Der Modus ist mit dieser Ausgabe bereits optimiert und das Heft sollte nun mit mehr Komfort und weniger Scrollen lesbar sein.

Inhaltlich haben uns die Umfrageergebnisse in unserem Weg bestärkt: Ernährungsökologie und Nachhaltigkeit mit all ihren Dimensionen (soziale, gesundheitliche, ökonomische, umweltrelevante und kulturelle Aspekte) sowie Ernährungsphysiologie und -psychologie bleiben neben Lebensmittelkunde und Sensorik sowie Diätetik die Eckpfeiler des Magazins. Zudem werden wir auch weiterhin Fragen der Ernährungsbildung und -politik sowie des generellen Lebensstils, insbesondere Bewegung und Sport, aufgreifen. Wir hoffen, Ihnen damit auch künftig relevante Impulse für den beruflichen wie privaten Alltag liefern zu können.

Mit dieser Ausgabe geben wir eine Nachlese zu unserem diesjährigen Symposium zum Thema Vielfalt – mit einem Gesamtrückblick zum Auftakt, gefolgt von in die Tiefe gehenden Beiträgen einzelner Vortragender. Darunter findet sich auch ein Artikel von Prof. Gabriele Berg von der TU Graz, die als Entdeckerin des „essbaren Mikrobioms“ vor wenigen Wochen den heurigen Wissenschaftspreis der Österreichischen Forschungsgemeinschaft (ÖFG) erhalten hat. Wir freuen uns sehr mit ihr und gratulieren herzlich!

Spitzfindige unter Ihnen werden bemerken, dass sich in unsere Beerenserie eine artfremde Vertreterin geschlichen hat. Denn die Schlehe ist zwar keine Beere, wird aber als solche genutzt. Wir stehen zu dieser Unschärfe und finden, dass sie durchaus eine nähere Betrachtung verdient.

Erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Inhalt

Fokus: Seite 04-05

Abwechslungs-reich

Vielfalt ist kein dekoratives Beiwerk, sondern Grundlage unseres Lebens. Wissenschaftliche Daten zeigen, wie eng Biodiversität, Mikrobiom, Ernährung und Gesundheit verwoben sind – und welches Potenzial das für uns birgt. Ein Rückblick auf das diesjährige f.eh-Symposium.

Fokus: Seite 06-07

Mikrobielles Potenzial

In der noch jungen Geschichte der Mikrobiomforschung wurden bereits unzählige Arten an Mikroorganismen entdeckt. Was bedeuten sie für unsere Gesundheit? Und wie steht es um die mikrobielle Vielfalt in Zeiten bedrohter Biodiversität?

Fokus: Seite 08-10

Kein „One Size Fits All”

5-a-day bei Obst und Gemüse, mehr Vollkorn oder weniger Süßes – diese klassischen Ernährungsempfehlungen sind vielen Menschen bekannt. Und doch werden sie im Alltag oft nicht umgesetzt. Durch personalisierte Ernährung entstehen individuelle Lösungen, die nicht nur gesünder, sondern auch effizienter sein sollen, weil sie wirklich zur Person passen.

Fokus: Seite 11-13

Lebensmittelverarbeitung als Schlüssel zur Vielfalt

Die Verarbeitung schlägt eine Brücke zwischen Rohstoff und Lebensmittel. Von Brot über Käse bis hin zu pflanzenbasierten Alternativprodukten: Ohne Verarbeitung gäbe es weder kulinarische Abwechslung noch die Möglichkeit, den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.

Fokus: Seite Seite 14-17

Macht Vielfalt resilient(er)?

Ob Spätzle, Pasta, Mezze, Sushi oder Bowl – Vielfalt prägt unsere Esskultur. Dabei verhandeln wir tagtäglich Identität, Zugehörigkeit und Freiheit am Esstisch. Eine soziologische Beobachtung von Stärken und Spannungen.

Young Science Spotlight: Seite 18

Ketogene Ernährung in der Migränetherapie

Migräne zählt zu den unterschätzten Volkskrankheiten und bedeutet für viele Betroffene jahrelanges Leiden. Könnte die Ernährung einen therapeutischen Beitrag leisten? Ein Leitfaden zeigt, wie Kliniken die ketogene Diät als nicht-medikamentöse Behandlungsoption etablieren könnten.

Ernährungskommunikation: Seite 19

Wissen. Macht. Ernährung. – Spannungsfeld Kommunikation

Digitalisierung und Social Media haben den Zugang zu Ernährungswissen erleichtert – und zugleich neue Probleme geschaffen. Wie sich Wissen¬schafts- und Ernährungskommunikation wandeln müssen, war Thema des 29. Heidelberger Ernährungsforums am 6. und 7. November 2025.

Seite 20-21

Kurzmeldungen

Keine Stoffwechselverbesserung bei Intervallfasten ohne Kalorienreduktion | B Protein beeinflusst Appetitkontrolle | Fingernägel als potenzielle Gesundheitsmarker | Wie umweltfreundlich sind heimische Produkte?

Serie: Beeren - Teil 4: Seite 22-23

Schlehdorn

Schlehenbeeren sind botanisch betrachtet keine Beeren, schauen aber so aus und werden auch so verarbeitet. Sie gehören zu den wenigen heimi¬schen Früchten, die nach dem ersten Frost geerntet werden. Was haben sie noch zu bieten?

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