
Getreidekiste
Das Heft dreht sich um die Herkunft, Vielfalt und Zukunft von Getreide, Pseudocerealien sowie daraus hergestellte Produkte. Mehr dazu im Inhaltsverzeichnis.
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Editorial
In Fachkreisen ist man sich einig und sämtliche aktualisierten Ernährungsempfehlungen spiegeln die Expertise und das Faktum wider: Neben Gemüse und Obst bilden die vielzähligen Getreidesorten und ihre Erzeugnisse rund um den Globus die Basis der menschlichen Ernährung. Getreide wie Weizen, Reis, Roggen und Mais sind tief in unserer Kultur verwurzelt. Sie ernähren die Weltbevölkerung seit Jahrtausenden, prägen unsere Felder, Backstuben und Traditionen. Gleichzeitig erleben wir eine Renaissance der Pseudocerealien – Amaranth, Quinoa und Buchweizen –, die in neuen Kontexten auftauchen, nämlich glutenfrei, proteinreich und oft überraschend abwechslungsreich im Geschmack. Egal wo man hinschaut: In allen Esskulturen finden sich als Grundlage etwa Nudeln, Reis, Polenta, Brot und Gebäck, Strudel, Fladen, allerlei Teigtaschen und Knödel, Getreideaufläufe und -eintöpfe, freilich auch Kekse, Kuchen und Torten. Und selbstverständlich ist Getreide auch Basis von Getränken – vom Malzkaffee über den Brottrunk Kwas bis hin zu Bier und Wodka. Der mannigfachen Verwertung sind kaum Grenzen gesetzt. Zunehmend spielt Getreide auch eine Rolle als Rohstoff für die Herstellung von Pendants zu tierischen Produkten, sei es für Haferdrinks oder Seitan.
Die Möglichkeiten an Erzeugnissen und Speisen auszuschöpfen, wird einen Angelpunkt für die Adaption der Ernährungssysteme bilden. Daher dreht sich diesmal bei uns alles um diese kleinen Körner mit großer Wirkung: Getreide und Pseudocerealien als faszinierende Protagonisten in einer zunehmend bewussten und vielfältigen Esskultur. Wir werfen einen Blick auf die Herkunft, die Vielfalt und in die Zukunft. Wir fragen: Was leisten alte Sorten in Zeiten des Klimawandels? Wie kann eine moderne Ernährung mit regionalem und globalem Blick auf Getreide und seine Alternativen aussehen? Wir beleuchten gesundheitliche Aspekte und klären Mythen auf. Unser Ziel dabei: Ihnen nicht nur fundiertes Wissen zu liefern, sondern auch Genuss und Inspiration, und ein geschärftes Bewusstsein für die mögliche Vielfalt auf unseren Tellern.
Viel Freude beim Lesen und einen schönen Sommer!
Herzlichst,
Inhalt
In der Kornkammer
Die Welt der Getreidesorten ist reich an Geschichte und Vielfalt. Denn Getreide begleitet die Menschheit seit ihren Anfängen und bestimmt den Speiseplan bis heute. Ein Streifzug durchs Feld und über den Teller.
Amaranth, Quinoa & Co.
Oft in Südamerika zu Hause und auch in Europa beliebt. Pseudocerealien findet man längst nicht mehr nur im Reformhaus. Sie sind eine willkommene Abwechslung auf dem Teller und werden gleichzeitig für ihre ökologischen und sozioökonomischen Folgen in den Anbauländern kritisiert.
Weizen, Gluten & Gesundheit
„Getreide kann man nicht roh verzehren“
Getreide ist für die meisten Menschen die Grundlage ihrer Ernährung. Doch ob Brot oder Getreidedrink – bis aus dem Korn etwas Verzehrbares wird, sind einige Schritte nötig. Wir haben mit Regine Schönlechner von der BOKU University darüber gesprochen.
Klimaresistente Getreide und Pseudogetreide in Backwaren
Brot – aber nicht nur aus Weizen, sondern auch mit Sorghum, Hirse, Amaranth oder Buchweizen? Diese robusten Körner könnten dem Klimawandel trotzen. Produkte daraus zeigen, wie lebensmitteltechnologische Anpassung und Genuss Hand in Hand gehen.
Kurzmeldungen
Vollkornbrot attraktiver machen | Unterschiedliche Qualitätsstufen
Coffee meets Trends
Kaffee ist gleichermaßen Traditions- und Trendgetränk. Woher aber stammt er? Warum schwankt der Kaffeepreis? Und welche innovativen Varianten gibt es?
Neu verpackt?
Schon mal versucht, Wasser ohne Flasche zu transportieren oder eine Handvoll Beeren unversehrt nach Hause zu bringen? Verpackungen sind weit mehr als nur eine Hülle und erbringen eine Leistung, die für die moderne Lebensmittelversorgung unerlässlich ist. Und doch stehen sie oft im Verruf, nur Abfall zu sein.
Maulbeere
Weiß, rot oder schwarz – als Superfrucht, aber auch als klimafittes Obst für die Zukunft genießen Maulbeeren aktuell zunehmend Aufmerksamkeit. Was hat es mit der Frucht auf sich?
„Sensibilisierung ist ganz wichtig“
Das RED-S-Syndrom bezeichnet einen relativen Energiemangel im Sport (Relative Energy Deficiency in Sport) und zeichnet sich durch die Kombination von viel Training bei gleichzeitig zu geringer Energiezufuhr aus. Wir haben bei Personal Trainerin Silvia Mutz nachgefragt, was es damit auf sich hat.
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