• Dimension Wasser

    Wasser ist für unser Leben essenziell und steht diesmal im Fokus. Weiter unten gibt es mehr zu den Themen.

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Editorial

Wasser steht für Leben. Es ist das grundlegende und dominierende Element, symbolisiert die spirituelle Verbindung zwischen Himmel und Erde, war in der Bibel und im Koran von Anfang an da, und selbst aus naturwissenschaftlicher Sicht entstand das Leben vor rund vier Milliarden Jahren aus der Ursuppe – heißem Wasser und einfachen Molekülen wie Methan oder Ammoniak. Wasser ist wandlungsfähig. Kein anderes Element auf der Erde liegt in drei Aggregatzuständen vor: flüssig, fest und gasförmig. Und bislang ist kein anderer Planet mit einem vergleichbar großen Wasservorkommen bekannt. Sowohl die Erdoberfläche als auch der Mensch bestehen zu 70 % aus Wasser. Wasser erhält und reinigt, hat aber auch zerstörerische Kraft. Es kann als Naturkraft Leben bedrohen, verseucht sein oder durch sein Fehlen, bei Dürre, Not verursachen. Diese Ambivalenz hat offenbar Folgen: Wie soll man Wasser schützen, wenn man sich mitunter selbst davor schützen muss? Wasser schmeckt. Und das immer mehr und differenzierter. Nicht nur als Durstlöscher, denn Wasser steckt in vielen Produkten. Vor allem für die Lebensmittelherstellung werden Unmengen Wasser benötigt, in erster Linie für tierische Produkte. Welche Auswirkungen hat also das eigene Verhalten? Diese Frage müssen wir uns auch in wasserreichen Gegenden stellen. Denn: Wasser wird knapp. Zwar nicht in Europa, aber die Folgen werden hier ebenso spürbar werden. Lesen Sie einen kleinen Rundumblick auf den ersten Seiten dieses Heftes. Wir haben dazu den Chefredakteur des Universum-Magazins, DI Martin Kugler, als Gastautor eingeladen.

Wie auf gesellschaftlicher Ebene Verhalten verändert und in eine andere Richtung geschubst werden kann, zeigt die Theorie des „Nudging“. Im Gegensatz zu strikten Restriktionen, fiskalischen Mitteln oder Subventionen zählt das Anstupsen zu den weichen Instrumenten politischer Maßnahmen. Dennoch ist der Ansatz Kritik unterworfen, der Vorwurf lautet: Verbraucher würden in ihren Entscheidungen manipuliert statt nachhaltig zu bewussten und aufgeklärten Konsumenten erzogen. Selbstverständlich bilden langfristige Ernährungsbildung, kulinarische Kompetenz und ein gesunder Hausverstand die ideale Grundlage für ein kluges, entspanntes und dennoch gesundes Essverhalten. Für einige kann es dennoch hilfreich sein, eine gewisse Orientierung vorzufinden. Machen Sie sich selbst ein Bild (ab Seite 10)!

Einen schönen Sommer wünscht

Inhalt

Fokus: Seite 03-07

Wasser rund um den Globus

Süßwasser wird im globalen Wasserkreislauf zwar ständig nachgebildet, in immer mehr Regionen der Welt wird es aber dennoch knapp: rund 700 Millionen Menschen haben derzeit keinen Zugang zu sauberem Grundwasser. Die Lösung des Problems ist schwierig, aber unabdingbar.

Fokus: Seite 08-09

Wasser ≠ Wasser

Schon lange, bevor ich selbst Kaffeetrinkerin geworden bin wusste ich von meinem Umfeld: Der gleiche Kaffee schmeckt in Wien anders als in Linz, und das nur wegen des Wassers. Heute widmen sich Studien, ganze Bücher und Ausbildungen der doch nicht ganz geschmacksneutralen Flüssigkeit.

Health Promotion & Prävention: Seite 10-13

Nudging: Schubser in die richtige Richtung

Das italienische Sprichwort „Zwischen der Absicht und der Umsetzung liegt das Meer“ beschreibt etwas, das wir in der Ernährungskommunikation allzu gut kennen: Obwohl Menschen ihre Gesundheit wichtig ist, essen und trinken sie oft nicht das, von dem sie wissen, dass es ihnen guttut. Um sich gesund zu ernähren, reicht es bekanntlich nicht aus, zu wissen, was gesund ist. Ein neuer Ansatz – Nudging – soll helfen, diesen Spalt zu überbrücken.

Health Promotion & Prävention: Seite 14-15

Wer glücklich ist, lebt länger?

Frohnaturen wird oft zugeschrieben, ein besseres Leben zu haben. Das mag sein. Sie scheinen nicht nur öfter auf die Butterseite des Lebens zu fallen, sondern gehen meistens auch mit Widrigkeiten anders um. Oft kümmern sie sich mehr um sich selbst, zudem soll Wohlfühlen das Immunsystem stärken. Doch leben zufriedene Menschen auch länger?

Health Promotion & Prävention: Seite 16-17

Jod: Kritisch in der Schwangerschaft

Verbrennt man Seetang, entstehen violette Dämpfe. Tröpfelt man lugol’sche Jodlösung auf ein stärkehaltiges Nahrungsmittel, verfärbt sich die Stelle blau-violett. So farbenprächtig diese Versuche sind, so bunt ist auch der Reigen der Eigenschaften dieses speziellen Spurenelements. Beim Menschen spielen weniger die Farben eine Rolle, vielmehr stehen die Funktionen im Vordergrund. Was kann es und warum ist ein Leben ohne Jod nur schwer möglich?

Serie: Nose to tail eating - Teil 2: Seite 18-19

Kulturgeschichte des Nose to Tail-Eating

Heutzutage isst kaum jemand Innereien und Co. Bis vor 50 Jahren war das aber ganz anders. Vom Aufstieg, Fall und der Wiederentdeckung der tierischen Nebenprodukte.

Serie - Stadt.Land.Wirt.Schaft: Seite 22-23

Nicht Fisch - nicht Fleisch

Sie stehen für Langsamkeit, aber auch Unabhängigkeit und sie polarisieren in der Geschmackswelt: Schnecken. Wir haben die Tradition sowie das Revival der Schnecken als Nahrungsmittel unter die Lupe genommen und Wiens Schneckenfarm, den Gugumuck-hof, besucht.

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